Aus dem Regal

Zwei, drei, vier: Wie ich eine Familie wurde von Maximilian Buddenbohm

Zwei, drei, vier - wie ich eine Familie wurde Es soll ja Leute geben, die schreiben nicht nur in das Internet, sondern auch zwischen zwei Buchdeckel. Erst kürzlich hatten wir so ein Exemplar. Jetzt ist sein Nachbar dran: der Herr hinter den Herzdamengeschichten. Welcher übrigens nicht im mairisch verlag veröffentlicht, wie man naiv annehmen könnte, sondern in dem Haus, dem auch der Papst seine Texte anvertraut. Was soll da also schief gehen?

Nichts natürlich. Denn Herr Buddenbohm hat getan, was ein Herr Buddenbohm tun muss: Er hat ganz wunderbare Texte aus seinem Blog genommen und aus ihnen einen Remix erstellt, der druckbar und furchtbar unterhaltsam ist. Wie zum Beispiel dieser krönende Abschluss eines intensiven Hochzeitsvorbereitungstrainings:

Tatsächlich habe ich es dann nach der Hochzeitszeremonie wirklich geschafft, die Braut über die Schwelle zu tragen und in dieser romantischen Pose ein klein wenig zu verharren, damit die Fotografen ordentlich draufhalten konnten.

Und hätte ich rechtzeitig gemerkt, daß auch gefilmt wurde, mit Tonaufnahmen sogar, dann hätte ich gewiß darauf verzichtet, den Fotografen jenen humorigen Satz zuzuzischen, den mir die Familie der Braut mit einem gewissen Recht heute noch übel nimmt: „Macht schnell, das Biest ist schwer.“

Wie man leicht sieht, macht dieser Schinken Lust auf Familie. Und für alle, die noch keine haben, empfehle ich: Nehmen Sie das Buch. Und ihre Partnerin. Und dann ab ins Bett.

Zum Vorlesen, versteht sich.