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Sicher ist sicher, oder: fehlgeleitete Warnhinweise

An einem frisch erstandenen Kinderwagen hängt folgendes Schild:

kinderwagen_warnhinweis.png

Zur besseren Lesbarkeit:

Warnhinweis:

  • Für Kinder unter 6 Monaten ist dieser Sitz nicht geeignet.
  • Es kann gefährlich sein, Ihr Kind unbeaufsichtigt zu lassen.
  • Es ist nicht möglich, mit diesem Produkt zu jeggen oder zu skaten.

Gleich neben dem Schild findet sich eine dieser klassischen Babyschalen, wie man sie auf Kinderwagen oft findet. Eines dieser guten Stücke, in die schon der Papa von gestern aber auch noch der Papa von heute sein Neugeborenes hinein legt, um es anschließend stolz durch die Gegend zu chauffieren. Und ich bin mir da zwar nicht ganz sicher, glaube aber fest, dass so manches Papasöhnchen nach sechs Monaten in besagter Babyschale nur noch mit Mühe seinen Platzbedarf gestillt bekommt.

Beim Vorgängermodell hieß es im letzten Punkt übrigens noch »joggen« statt »jeggen«. So schnell geht die Entwicklung: der Sohn ist gerade frisch auf der Welt und schon hat der Papa offenbar den Anschluss an die neuesten sprachlichen Trends verpasst.

Nur gut, dass ich aber dank des mittleren Punktes jetzt wenigstens weiß, dass ich mein Kind besser nicht unbeaufsichtigt lassen sollte. Könnte gefährlich werden! Falls das einer dieser traumhaft schönen Absicherungsversuche gegen alberne Klagen sein soll, gefällt mir folgender Kommentar der Übersite ganz gut: »Hello, my name is Common Sense. Why don’t you sue me?«

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moderner mann

Gut und böse

Wenn der moderne Mann von heute erst einmal Papa geworden ist, hat er zwei Leute, die die Orientierung in seinem Universum stützen: sein Kind und dessen Mutter. Zumindest für eine Zeit wohl auch in der Reihenfolge. Der letzteren Dame scheint es im Großen und Ganzen aber nicht viel anders zu gehen. Denn natürlich liebt sie zuerst einmal ihren goldenen neuen Engel, den Vater des selbigen aber irgendwie trotzdem weiter. Und ebenso natürlich begrüßt sie jedwede Fürsorge, die der eine dem anderen angedeihen lässt.

Aber wehe, der Gatte entführt das Kind schon nach nur zwei Tagen und geht mit ihm auf Reisen. Selbst wenn diese Reise nur zum Kinderarzt geht. Dann macht der Mann erst einmal etwas vordergründig sehr, sehr böses. Und erntet entsprechende Blicke beim Verlassen des trauten Heimes.

Nur gut für den modernen Mann von heute, dass die Blicke bei seiner Rückkehr wieder genau ins Gegenteil schlagen, wenn er aber vor allem das Kind wohl auf ist. Dann ist er wieder gut, die Welt ein besserer Platz und er kann sich wieder ungestört der weiteren Erkundung seines neu geordneten Universums hingeben.

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anträge geld moderner mann

Ersatzbeschäftigung

Der Mann von heute ist ein ganz moderner. Und er darf es meistens sogar ganz legal sein. Kaum einer guckt ihn mehr blöd dafür an. Sogar bei der Geburt ist er dabei. Oftmals. Bis auf die paar Ausnahmen, die sich das entweder nicht zutrauen, es tatsächlich nicht verkraften oder sich auf die alten Werte besinnen und statt im Kreißsaal dumm im Weg herum zu stehen lieber draußen im Wald auf Mammutjagd gehen. Der Rest, der atmet mit und überlegt, wann er sich am geschicktesten seinem mitgebrachten Lunchpaket widmen kann.

Und da selbst der moderne Mann von heute weder den schönen Kugelbauch durch die Gegend schieben kann, noch eine wirklich aktive und produktive Rolle beim eigentlichen Gebärvorgang zu übernehmen in der Lage ist, kann er entweder vollkommen sinnfrei herum tollen und sich vom Zeugungsschmerz erholen oder er sucht sich Ersatzbeschäftigungen. Wie zum Beispiel das Ausfüllen von Elterngeldanträgen. Die sind noch nicht mal ein Jahr alt und schon ganz toll, heiß begehrt und als hochkomplexe Geschöpfe bekannt, die offenbar den aktuellen Gipfel der Formularevolutionsgeschichte darstellen und in dieser Rolle einen der Grundsteine der aktuell katastrophalen Demographieentwicklung bilden.

Da hat der moderne Mann von heute natürlich Respekt. Schon bevor er auch nur einen Blick in das werte Formular geworfen hat. Bis er dann irgendwann all seinen Heldenmut zusammen nimmt und sich daran macht, das Formularungetüm zu bezwingen. Kaffee gemacht. Kugelschreiber gezückt. Papier ausgebreitet. Kugelschreiber angesetzt. Fertig.

Fertig? Fertig! Nach gefühlten zehn Minuten und realen fünfzehn. Fünf sind wohl dafür drauf gegangen, dass der moderne Mann von heute ernsthaft über seinem in das Formular einzutragende Geburtsdatum sinniert und überlegt, ob es ihm sagen will, dass er irgendwann in der letzten Zeit klammheimlich zum alten Eisen mutiert ist. Nur gut, dass diese Sinnierphase nicht gar zu lange dauert. Für fünf Minuten war es gerade noch erträglich.

Formularmammut erledigt. Warum nur habe ich das Gefühl, dass es im Kreißsaal nicht so sanft ablaufen wird?

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Dough workout

For the very first time, I made some bread rolls. Not just by myself, but that’s not the point. The point is: That is some physically challenging thing to do. Why are all those fitness people so quiet about making your own bread? A dough workout is a tough workout. And the result even tastes good.

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Just the right motivation

Earlier this week, I spent two days in Mannheim. Those who know this place might agree: One thing you can do fairly well in Mannheim is shopping.

So I did. Of course, I got something nice that fits me just well. That wasn’t really easy, though, as it did cost me some comments from those sales girls. Like: „well, you are more slim than not“ or „as you are really blond…“ Tough, really tough, that was.

With all the new things, I have some good reasons for keeping up with all the work that goes along with not regaining all the weight I just lost. That’s a Good Thing(tm), I guess.

BTW: I’m natural blond. Especially if I get a chance of seeing some sun.