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Bei der Büchergefahr startet eine neue Staffel

Wenn man sich beim Klick durch die Brancheninfos nur so mittelmäßige Mühe gibt, sieht man fix: Es herrscht ganz großes Drama, alles geht total den Bach runter, (Buch-) Verkäufe nehmen ab, sogar vom Selfpublishing kann man nicht mehr einfach so leben. Alles schlimm.

Was macht man da am besten? Genau: eine neue Staffel im Podcast des Hauses starten. Am besten eine, bei der man einen Gang zurückschaltet, sich etwas weniger mit Hätte, mit Könnte und mit Wollte beschäftigt, stattdessen mehr ins Lager des Konkreten wechselt.

So macht es zumindest die Büchergefahr in ihrer neuen Folge No. 80. Viel Spaß.

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Die Büchergefahr spielt sich zahlenfreudig ins neue Jahr

Der Podcast des Hauses macht nur Quatsch. Jetzt kam dort jemand glatt auf die gloreiche Idee, am 10.01.2020 die Jahresauftaktfolge aufzunehmen. Feste soll man schließlich feiern, wie sie fallen. Und Zahlen soll man zelebrieren, wie sie aussehen. Oder so.

Passend dazu verkündet die aktuelle Episode No. 79 (zum Glück nicht auch noch eine Schnapszahl), dass die Büchergefahr mit dem Malerdorflauf eine Veranstalgung sponsort, die ausgerechnet am 2.2.2020 von 11:11 Uhr bis 13:33 Uhr ihre Premiere feiert. Immerhin dient das Ganze einem guten Zweck: der Unterstützung eines Kindernotarztwagens hier in den Südstaaten.

Dass der Sprecher in dieser Ausgabe auch noch mehrfach erwähnt, sich nackt zu machen, verrate ich hier lieber nicht. Sonst hört ja gar niemand mehr zu. Dabei empfehle ich das natürlich vollumfänglich, nur zu, bitte einschalten. Hier entlang.

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auf die ohren podcast

Der Podcast verrät: Hier gibt’s jetzt auch das erste Hörbuch

Jetzt wird es endlich Zeit, mal gnadenlos ehrlich zu sein. Geschwindelt wird hier natürlich auch sonst nicht. Aber vielleicht bleibt ja das eine oder andere Detail elegant unter dem Teppich. Wer weiß das schon? Kann ja alles sein.

Aber ein Geheimnis lüften wir ruhig: Ich rede gern und das sogar dann, wenn ein Mikrofon vorhanden ist. So, jetzt ist es raus. Aufmerksame Beobachter haben sich so etwas spätestens seit der Eröffnung des Podcasts hier im Haus möglicherweise gedacht. Und das gute Stück ist mittlerweile auch schon in die Jahre gekommen.

So geheim war das also gar nicht? Na gut, dann schiebe ich noch etwas hinterher: Vorlesen ist auch toll! Mache ich super gern. Viel zu selten findet sich leider ein adäquates Publikum dafür. Zum Glück gehören seit einer Weile Kinder mit zur Familie. Die sind so gut erzogen, dass sie allabendlich ihre Großzügigkeit und Toleranz zeigen, indem sie mir geduldig zuhören.

Und jetzt – brandneu! – gibt es noch eine weitere feine Gelegenheit: das erste Hörbuch des Hauses ist da. »Spannung & Suspense« heißt es, Stephan Waldscheidt hat’s geschrieben, ich durfte lesen.

In der aktuellen Folge des Büchergefahr-Podcasts stelle ich es kurz vor. Man kann mir also dabei zuhören, wie ich darüber rede, wie man mir zuhören kann. Faszinierend, oder? Nun, zum größeren Teil geht es zum Glück auch noch ein wenig um andere Themen.

Das empfehle ich natürlich sehr. Knapp über 17 Minuten dauert es und gleich hier nebenan ist die Folge zu finden, das Hörbuch nur einen Klick weiter.

Viel Spaß!

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Das Alter verwalten

Noch ein Zitat. Das ist doch ein schönes Spiel. Und diese ganzen Podcasts da draußen werden zum Teil ja auch immer interessanter oder laden sich zumindest die richtigen Themen und Gäste in ihre Sendungen.

Simone Buchholz zum Beispiel. Sehr interessante Dame. Sie ist Autorin, hat in diesem Jahr mit ihrem Buch Mexikoring den deutschen Krimipreis gewonnen und unterhält sich jetzt beim durch-die-Gegend-Laufen mit Christian Möller über das Schreiben, über die Mafia, über den Hamburger Hafen. Dabei trinken sie Bier (na ja, Astra, aber sei es drum) und essen Fischbrötchen. Das ist durchaus ganz unterhaltsam.

Und kurz vor der Verabschiedung wird alles sogar noch ganz tiefsinnig, wenn Simone Buchholz sagt:

Gerade so in unserem Alter mit Ende 40, um die 50, gibt’s dann so viele Leute, die nur noch älter werden und nur noch ihre Bequemlichkeit verwalten und auf die Rente warten. Und, ähm, das möchte ich nicht. Den Gedanken finde ich erschreckend.

Jo.

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andernorts podcast

Neil Gaiman auf die Ohren. In einem Podcast.

Die Sache mit diesen Podcasts ist durchaus eine schwierige. Einige betrachten sie als große auditive Umweltverschmutzung, andere halten sie für eine feine Form der Unterhaltung, die manchmal sogar informativ ist. Beide Seiten sind verständlich und nachvollziehbar. Auf welcher ich stehe, erkennt man vielleicht daran, dass ich selbst so einen Kanal betreibe.

Aber selbst wenn man den Podcast als solchen als akzeptable Medienform respektiert, bleibt es kompliziert. Wie das so ist: Wir sind ja alle meinungsstark, wissen jeweils, was richtig ist und alle anderen haben entweder keine Ahnung oder sind nur schlecht informiert. Ihr kennt das sicher.

Eine dieser Lagerbildungen bezieht sich dabei auf die Länge und Gestaltung der Kanäle. Kurz und knackig für glasklare Information. Lang und ausschweifend für Laberkanäle, die sich selbst gefallen, aber ansonsten nur die Zeit der Hörenden verschwenden. Im letzteren Lager spielen vor allem Teams aus zwei oder mehr männlichen Typen, die ohne Plan und Vorbereitung in Mikrofone sprechen und das Ergebnis dann ohne weitere Bearbeitung oder Qualitätssicherung in die Welt heraus entlassen. Wie gesagt: Es ist kompliziert.

Und doch gibt es Ausnahmen.

Wie zum Beispiel Neil Gaimen, wenn er bei Tim Ferriss zu Besuch ist. Neil Gaiman. Mehr muss man gar nicht sagen, oder? Ein großartiger Mensch. Ein großartiger Autor. Eine großartige Stimme.

Und das Gespräch ist ganz wundervoll angenehm unaufgeregt. Trotz der Länge von mehr als anderthalb Stunden fühlt es sich an wie ein charmanter Traum, der in Erfüllung geht, wenn man diesem Mann zuhören kann, wenn er zum Beispiel seinen Schreibprozess reflektiert:

If I’m doing anything long, if I’m working on a novel, for example, I will always have two fountain pens on the go, at least, with two different colored inks, at least, because that way I can see at a glance, how much work I did that day. I can just look down and go, “Look at that! Five pages in brown. How about that? Half a page in black. That was not a good day. Nine pages in blue, cool, what a great day.”

Und Tim Ferriss beweist ausreichend Stil, sich vornehm zurückzuhalten, seinem Gast Raum zur Entfaltung zu geben und mit einigen wohlplatzierten Fragen und Anregungen dem Gespräch einen angemessenen Rahmen zu geben.

So macht das mit den Podcasts Spaß. Wenn man sich denn überhaupt erstmal für das gesprochene Wort erwärmen kann, klar.

Kleiner Nebeneffekt: Die Episode ist von Ende März, immerhin dieses Jahres. Das zeigt aber ganz wundervoll: Dieses selbstbestimmte, zeitversetzte Hören, das ist ganz wundervoll. Super tolle Sache. Echtjetztmal.