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feiertage sohn tochter

Knallgrün

Wir haben einen Frosch im Haus. Sitzt mitten im Wohnzimmer. Ist knallgrün. Und ruft fortwährend: Applaus! Applaus! Applaus!

Direkt daneben sitzt die Tochter. Macht große Augen. Fühlt vorsichtig, ob man den Frosch auch anfassen kann. Man kann. Sie stupst. Der Frosch lacht. Sie versucht, ihm in den Froschschenkel zu beißen. Er ruft nur: Applaus! Applaus! Applaus! Sie guckt hoch, macht noch größere Augen, setzt sich wieder vernünftig hin und folgt schlicht den Anweisungen des Froschs: sie klatscht. Und lacht dazu.

Ich stehe unschlüssig daneben und frage mich, ob und wann dieser Karnevallswahnsinn jemals wieder aufhört.

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feiertage

Frohes neues Jahr!

Prosit!

Der Sohn sagt: Frohes neues Jahr! Die Tochter lacht.

Da kann doch gar nichts mehr schief gehen.

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feiertage moderner mann

Feiertagerei

Es gibt Tage, an denen kommt man nach Hause und denkt sich nichts böses. Schließlich hat man den ganzen Tag fleißig mit den Kollegen gespielt und sich gegenseitig die Kaffeetassen zugeschoben. Das ist hartes Training. Danach erschüttert einen nichts mehr.

Bis zur Wohnungstür. Welche kaum aufgeht, weil dahinter eine Horde wild gewordener Kleinkinder herumlungert. Von denen ein Teil sofort wild auf einen einredet, ein weiterer Teil einem wild an den Sachen zieht und ein dritter Teil enthusiastisch die aktuelle Beute vom Raubzug durch das Spielzeugreservoir im Kinderzimmer vorführt. Zwischendurch brüllt gern auch jemand laut: TOPF! und passt man als frisch Heimgekehrter nicht gut auf, macht man die Bekanntschaft mit einem elegant geschwungenen Kochlöffel, gefolgt von begeistertem Kinderlachen. Alles halb so wild – denkt man sich als moderner Mann von heute, lacht mit den Halbwüchsigen und wird prompt zweimal von einer Feuerwehr überfahren.

Nur gut, dass der Sohn nicht jeden Tag Geburtstag hat.


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feiertage

Campingromantik

Die Wohnlage hier in den Südstaaten des Landes hat auch ihre Vorteile. Fronleichnam ist schließlich nicht überall Feiertag. Hier schon. Das Wochenende war somit lang. Das Wetter gut. Zeit zur Erholung. Zeit für einen kleinen Urlaub zu Hause. Freunde besuchen. Die Gegend erkunden. Abhängen und den Strand erkunden.

So sieht’s zumindest der Sohn, welcher wesentliche Teile eines häuslichen Urlaubstages damit verbringt, nackt über den Balkon zu springen, Sand aus dem Sandkasten auf diverse Laster zu laden, diese in seiner bereit gestellten Badewanne durch die Waschanlage zu fahren und nebenbei die Steine des örtlichen Springbrunnens neu zu sortieren. Gelegentlich weist er seinen Herrn Papa darauf hin, den Grill gefälligst her zu richten. Es fehlt auch nicht der regelmäßige Gang zum Kühlschrank, welchen der Sohn öffnet, sich klugscheißernd an die geöffnete Tür lehnt, um das Inventar zu kommentieren; nicht ohne darauf hinzuweisen, dass ausreichend Grillgut vorhanden sei, um das Abendessen adäquat zu gestalten.

Und so geht’s den ganzen Tag. Balkon: Sand, Autos, Waschanlage, Steine, Grill. Kühlschrank: Fleisch. Zwischendurch nur kurze Pausen für Sonnencreme und Erdbeeren.

Am Ende des Tages machen wir natürlich, was der Sohn sich wünscht: Salat in die Schüssel, Baguettes in den Backofen, Saucen auf den Tisch, Grillgut auf den Rost, Feuer darunter. Und während all dessen schwindet das südstaatliche Wochenendwetter und wandelt sich zum blitzenden und donnernden Regengefälle. Langsam erst, aber es kommt. Ganz sicher. Erst mit kleinen Windböen, welche die Getränkeflaschen zum Wanken bringen, dann mit den ersten Tropfen von oben, welche drohen, das Brot zu durchweichen. Pünktlich zum Abräumen regnet’s dann richtig. Das ist wahre Campingromantik. Hätten wir ein Zelt zu Hause, würde es entweder gleich wegwehen oder kräftig reinregnen. Das Haus scheint aber stehen zu bleiben und in der Wohnung ist’s auch trocken.

Der Sohn hat übrigens nichts dazu gesagt. Er stand lediglich eine Stunde vor Beginn der Grillsaison des Wochenendes ganz plötzlich mit glasigem Blick im Wohnzimmer, hob noch einmal mit halber Kraft den Arm zum Gruß und fiel für den Rest der Nacht in einen erschöpften Tiefschlaf. Nicht das Dümmste bei Unwetter im Urlaub.


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Hasenzeit

Eier

Hasenzeit ist Eierzeit.
Sagt der Sohn und ist bereit.
Sucht im Garten, sucht auch drinnen.
Da wünsch‘ ich ihm recht viel Gelingen.
Der Appetit ist groß.
Die Geschenke famos.
Drum wünschen wir allen.
Zu Ostern viele Eier.