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Auf einen feinen Start ins neue Jahr

So ein neues Jahr möchte angemessen begrüßt werden. Es ist schließlich noch jung, gerade erst zur Welt gekommen. Da kann man nicht gleich mit dem Hammer draufhauen. Das muss man sanft behandeln, süß quasi. Für den Anfang könnte das doch glatt so aussehen:

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Die Fortsetzung liegt auf der Hand, oder? Es gibt sie in drei Teilen:

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Das Ergebnis folgt ebenfalls logisch. Und für alle, denen es nicht auf den ersten Blick klar ist, zeigt der Sohn, dass es aus drei Ecken besteht:

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Auf gar keinen Fall sollte man ein neues Jahr übrigens ausgesprochen einsam angehen. Das muss nun wirklich nicht sein. Gesellschaft ist Trumpf:

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Und da Leidenschaft auch weiterhin gefragt ist, wird’s jetzt heiß:

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Damit wird auch klar, wo die Reise hingeht:

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Und zur Feier des Tages richten wir alles adäquat an:

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Und wünschen allen einen süßen Start ins neue Jahr:

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So kann’s ruhig weitergehen, oder?

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Der kleine Weltfrieden

Was macht man eigentlich als moderne Familie, wenn auf einmal ein Stapel Feiertage ansteht? Im normalen Alltag haben alle tagsüber etwas Gelegenheit, sich gegenseitig aus dem Weg zu gehen, um des Abends in trauter Gemeinsamkeit dem Familiensinn zu frönen. Die eine ist in der Kita, der nächste geht in die Schule, die Eltern spielen jeweils im Büro. Das inspiriert, das regt an und selbst das gelegentliche Agressionspotenzial lässt sich an diesen Orten recht brauchbar ventilieren. Zu Hause braucht das schließlich niemand. Besser, dass lässt sich außer Haus kompensieren.

Und dann ist plötzlich Weihnachten. Es kommt so überraschend wie in jedem Jahr. Auf einmal sitzen alle den ganzen Tag zu Hause. Schule? Geschlossen. Büro? Auch. Kita? In logischer Konsequenz ebenfalls.

Wer schlau ist, plant voraus. Und lädt sich für die Feiertage einen Hund nach Hause ein. Am besten einen jungen, der noch fit ist. Ruckzuck, gibt’s genug Anlässe für die eine oder andere Gassirunde mit dem Gast des Hauses. Mal geht der eine, mal die andere. Mal geht’s gemütlich um den Block, mal geht’s auf die Laufstrecke durch den Wald. So gibt es nicht nur Gelegenheit, zwischen den Mahlzeiten immer mal etwas frische Luft zu schnappen. So lässt sich auch etwas Alltag simulieren und sowohl Inspiration als auch Anregung sammeln sowie angestaute Energie in geordnete Bahnen lenken. Oder anderes formuliert:

Wer jedoch denkt, dass man zum Beispiel am späten Feiertagsvormittag mehr oder weniger allein im Wald ist und dort seine Ruhe hat, täuscht sich gewaltig. Ja, man kann sich statt dessen sogar zur Aussage hinreißen lassen, dass es zu einer solchen Gelegenheit respektabel voll dort ist und die Leute quasi zur Erholung anstehen. Man trifft sowohl andere Gassigänger – mit übrigens ganz unterschiedlichem Entspannungspegel – man trifft aber auch andere Waldläufer, sie sind jeweils ganz allein unterwegs und drehen ihre Runden, es überrascht letztlich wenig, dass man einige von ihnen unterwegs mehrmals zu sehen bekommt. Es ist ein Anblick, den es in diesem Wald in dieser Form sonst wirklich selten gibt. Die Gegend ist wahrlich groß genug, der Wege gibt es auch recht viele. Man könnte sagen, die Läufer verlaufen sich. Wer es mit Kalauern nicht so hat, spricht wohl lieber von einer harmonischen Gleichverteilung. So hat jeder sein kleines Revier für sich. Man trifft nur selten andere Mitstreiter. Man tritt sich nicht gegenseitig auf den Füßen herum. Das ist sehr angenehm. Genau dafür sucht man schließlich den Weg in den Wald. Das passt schon so.

Nur hier und heute nicht. Am ersten Weihnachtsfeiertag des Jahres wurde der Wald zum Läuferhighway. Die Gassen waren dicht. Gerade noch so flossen die Massen dahin. Es hätte nicht viel mehr bedurft und wir hätten einen Stau erlebt. Das wäre dann doch zu viel des Alltags. So war das mit den Vorzügen dessen nun auch wieder nicht gemeint.

Und während man so läuft, mit der Leine in der Hand, immer bedacht, den anderen sorgfältig auszuweichen, macht man sich so seine Gedanken. Führen all diese Leute hier gerade ihre Festtagsbraten spazieren oder schaffen mit einer kleinen Sporteinlage gerade Platz für den nächsten Nachtisch? Oder laufen sie wegen eines schlechten Gewissens? Wird es für diese Massen gar keine nächste Feiertagsmahlzeit mehr geben, weil alle Vorräte schon vertilgt sind und jetzt laufen sie, um wenigstens den zum Frühstück gelehrten Bunten Teller zu verdrängen? Um zu zeigen, dass das bestimmt nie wieder vorkommt? Sind es also Läufer aus guten Vorsätzen? Meine Güte, was soll denn das erst zum Jahresanfang werden? Absolvieren dann alle einen Triathlon schon am 1. Januar? Nicht auszumalen.

Vielleicht schnappen sie aber auch einfach nur kurz frische Luft. Vielleicht möchten sie alle nur ihren Kopf einmal kalt von der Waldluft durchpusten lassen. Um dann ruhig, ausgeglichen und harmonisch ins traute Heim zurück zu kehren und gelassen den Rest der Feierlichkeiten zu absolvieren.

Es wäre irgendwie die schönere Alternative.

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Saisonale Wünsche

Wir haben einen Baum gekauft. Wie sich das gehört. Der gesamte Familienclan war gemeinsam unterwegs. Traditionen wollen erschaffen werden. So sind wir losgezogen zum großen Platz, der sonst den lokalen Flohmarkt beherbergt. Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Die Bäume wirkten immerhin erstaunlich frisch und unbenutzt.

So zogen wir durch die Reihen, an jedem Baum ging ich in Position, stand stramm, streckte die Arme und stand Modell. Denn das war das Maß. Darunter wollten wir es nicht machen. So lang wie der Herr des Hauses, Arme bitte ausgestreckt, so hoch sollte auch der Baum sein. Mindestens. Eigentlich wollten wir den größten, bitte. Jetzt wollten wir mal so richtig auf den Putz hauen. Man muss sich doch auch mal etwas gönnen können. Den Platz würden wir schon schaffen. Und wer sagt denn überhaupt, dass man so einen Baum nicht auch draußen im Hof aufstellen kann? Er ist doch schließlich auch draußen irgendwo groß geworden. Dann können wir ihn auch dort wieder kaputt spielen.

Aber es half alles nichts. Letztlich haben wir eine deutlich bescheidenere Wahl getroffen. Eine, die auch in die Wohnung rein passt. Der Baum ist natürlich trotzdem noch größer als ich, keine Frage. Aber mal unter uns: so schwer ist das auch nicht. Dafür hat das Gewächs unten herum eine kleine Problemzone mit Freiraum. Also an den Füßen, ganz dezent. Darüber ist alles vom Feinsten, eine wahre Pracht, eine volle, runde, gefüllte, wunderschöne. Mit blankem Fuß. Und das ist natürlich ein Feature, kein Bug, ganz klar. So passen einfach größere Geschenke für mich dort hin. Das Argument haben letztlich sogar die Kinder verstanden und die Wahl akzeptiert.

Sie haben ihn auch geschmückt. Zum Beispiel so:

Frohe Weihnachten!

Auf Nachfrage meinte der Sohn, das müsse so sein. Es sei schließlich einmal eine echte süße Stange und einmal eine unechte. Oder saisonal passender formuliert:


Das eine Stück falsch,
das andere echt,
Hauptsache bleibt,
es gefällt Knecht Ruprecht.

Na dann. Und was auch immer dieser bringt: ob große Geschenke, kleine Geschenke oder keine Geschenke – egal, das passt alles.

Denn was ich eigentlich sagen wollte: Der Clan des Hauses wünscht allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest!

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7

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Gestern Abend hat der Sohn beim Schlafengehen noch mit mir zusammen überlegt: Ist er jetzt einfach nur sechs Jahre alt? Oder doch schon kurz vor sieben? Mehr als halb sieben doch wohl bestimmt. Ist er vielleicht einfach dreiviertel sieben? Nein, mehr als das. Man könnte doch auch schon sieben sagen, was macht die eine Nacht schon? Seine Uhr geht doch auch nicht immer ganz genau, stellt er fest.

Einfach mal fünf gerade sein lassen, das klingt doch nach einer brauchbaren Idee. Damit hat der Sohn eine der wichtigen Lektionen des Älterwerdens schon ganz gut verinnerlicht. Vielleicht wollte er auch nur schon mal einen vorzeitigen Blick auf seine Geschenke werfen. Auch das kann natürlich sein. Da möchte ich jedoch nichts unterstellen. Entspannen kann der Sohn nämlich ganz gut. Mit sechs Jahren zumindest. Das wird er mit quasi sieben nicht auf einmal abgelegt haben.

Heute morgen stellen wir jedoch fest: Es wird nicht alles leichter und entspannter, wenn man älter wird. Das Auspusten aller Kerzen in einem Schwung zum Beispiel. Das müssen wir jetzt wohl doch nochmal üben. Immerhin haben wir jetzt fast ein Jahr Zeit. Er ist jetzt schließlich kurz nach sieben.

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The winner is…

Christina Horn. Herzlichen Glückwunsch! Sie hat bei unserer kleinen Aktion zum Welttag des Buches tatsächlich ein Buch gewonnen.

Und jetzt kann ich endlich auch mal diesen Satz sagen, den ich immer schon mal sagen wollte: Die Gewinnerin wurde bereits benachrichtigt, um das weitere Procedere zu klären.

Das war toll und hat Spaß gemacht. Ich danke auch den anderen Damen, die mit ihren Antworten sehr zur häuslichen Erheiterung beigetragen haben.

Gerne wieder.