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Wo holt und hört Ihr Eure Hörbücher?

Drüben – im Podcast der Büchergefahr – ist gerade eine neue Folge erschienen. Neben diversen anderen Themen geht es darin auch um ein Whitepaper der Frankfurter Buchmesse, welches sich dem aktuellen Marktgeschehen rund um Hörbücher widmet.

Nach der Feststellung, dass Streaming derzeit eine noch recht lächerlich kleine Rolle spielt, kam die Frage auf, wo wir uns eigentlich alle so mit Hörbüchern versorgen. Meine naive Annahme war, dass es die üblichen verdächtigen Streamingkanäle sind: Audible, BookBeat, Deezer, Spotify, Storytel. Dem scheint aber gar nicht so zu sein. Tja, was denn dann? Kauft Ihr MP3s bei den diversen Online-Buchläden? CDs im Elektroladen um die Ecke?

Sagt doch mal an. Gern auf Mastodon oder Twitter. Ich sammle die Antworten und dann thematisieren wir das einfach noch mal. Diese Podcastfolgen wachsen ja schließlich nach.

Ich bin gespannt.

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Gehört: Mord & Schokolade von Klaudia Zotzmann-Koch

Warum die Bücher immer nur lesen? Man kann sie sich ja auch mal auf die Ohren geben. Wenn man unterwegs ist, passt das gelegentlich echt besser. Immer nur ein Buch oder das Smartphone vor der Nase ist gar nicht so geschickt. Man glaubt’s kaum, ist aber so.

Also, Kopfhörer auf, App geöffnet, Krimi gestartet. Und erstmal skeptisch geguckt. Denn ganz im Ernst: Mord & Schokolade verspricht als Titel irgendwie einen Genremix, bei dem man nicht so recht glaubt, ob’s wohl bekommt. Spannender Mord? Okay. Etwas Kitsch? Okay. Irgendwie süß? Auch okay. Aber alles auf einmal? Nun ja.

Aber: Man muss auch mal Vertrauen haben. Die Autorin kennen wir schließlich, sie war kürzlich im Podcast des Hauses zu Besuch. Und da laden wir nun wahrlich nicht jede(n) ein. Wo kämen wir hin? Also wie gesagt: Kopfhörer auf, App geöffnet, Krimi gestartet.

Und ich sag’s mal ganz unverblümt: Das hat Spaß gemacht. Die Autorin liest hier selbst, was wirklich sehr, sehr gut gelungen ist. Technisch gibt’s nichts zu bemängeln, so sieht eine ordentliche Produktion aus beziehungsweise hört sie sich an. Ihre Stimme klingt angenehm, man hört ihr gern zu. Die ganzen Betonungen und Intonationen passen jeweils zum Geschehen. Allein von dieser Seite hat es sich schon mal gelohnt.

Die Geschichte überzeugt auch. Wie gesagt: Eh klar ist das nicht, passt aber trotzdem. Wie im Titel versprochen gibt’s einen Mord. Wie es sich gehört, gibt es mehrere mögliche Variationen dessen, wie der zustande gekommen sein könnte. Es hat die Kirche ihre Finger mit im Spiel. Es gibt Beziehungsdramen. Es gibt Kombinationen aus beidem. Riskanterweise gibt’s sogar Humor, welcher ja bekanntermaßen Spannung schnell mal kaputt macht. Aber wenn der leicht cholerische Biedermann zum Mann, der einen anderen Mann küsst, entsetzt anmerkt:

Jeder vernünftige Mann hätte dafür eine Frau bezahlt!

Dann fühlt man sich prächtig unterhalten, ohne gleich die Mördersuche ad acta zu legen.

Die ursprüngliche Angst vor dem Genremix und dem süßen Kitsch ist übrigens weitestgehend unbegründet. Erst zum Ende, quasi nach der Auflösung der eigentlichen Dramen kommen sie dann doch durch. Aber das ist durchaus zu ertragen. Da wollen wir mal keine unangebrachte Larmoyanz aufkommen lassen.

Das waren ein paar kurzweilige Stunden. Spannend, fein erzählt, solide produziert. Eine Empfehlung.

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Der Podcast verrät: Hier gibt’s jetzt auch das erste Hörbuch

Jetzt wird es endlich Zeit, mal gnadenlos ehrlich zu sein. Geschwindelt wird hier natürlich auch sonst nicht. Aber vielleicht bleibt ja das eine oder andere Detail elegant unter dem Teppich. Wer weiß das schon? Kann ja alles sein.

Aber ein Geheimnis lüften wir ruhig: Ich rede gern und das sogar dann, wenn ein Mikrofon vorhanden ist. So, jetzt ist es raus. Aufmerksame Beobachter haben sich so etwas spätestens seit der Eröffnung des Podcasts hier im Haus möglicherweise gedacht. Und das gute Stück ist mittlerweile auch schon in die Jahre gekommen.

So geheim war das also gar nicht? Na gut, dann schiebe ich noch etwas hinterher: Vorlesen ist auch toll! Mache ich super gern. Viel zu selten findet sich leider ein adäquates Publikum dafür. Zum Glück gehören seit einer Weile Kinder mit zur Familie. Die sind so gut erzogen, dass sie allabendlich ihre Großzügigkeit und Toleranz zeigen, indem sie mir geduldig zuhören.

Und jetzt – brandneu! – gibt es noch eine weitere feine Gelegenheit: das erste Hörbuch des Hauses ist da. »Spannung & Suspense« heißt es, Stephan Waldscheidt hat’s geschrieben, ich durfte lesen.

In der aktuellen Folge des Büchergefahr-Podcasts stelle ich es kurz vor. Man kann mir also dabei zuhören, wie ich darüber rede, wie man mir zuhören kann. Faszinierend, oder? Nun, zum größeren Teil geht es zum Glück auch noch ein wenig um andere Themen.

Das empfehle ich natürlich sehr. Knapp über 17 Minuten dauert es und gleich hier nebenan ist die Folge zu finden, das Hörbuch nur einen Klick weiter.

Viel Spaß!

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Gehört: Der Abgrund von Melanie Raabe

Vor kurzem hat Señor Marcus Johanus ein paar Empfehlungen für Podcast-Serials gegeben. Es ging ihm dabei um Hörspiel-Vertonungen diverser spannend inszenierter Geschichten. Der Titel seines Beitrags ist dabei zwar ein wenig clickbaity, aber Reinhören lohnt sich ja vielleicht trotzdem. Wir sind für Empfehlungen schließlich immer dankbar.

Hier gab es somit gerade ein Stück von Melanie Raabe auf die Ohren. Konkret: Der Abgrund. Das ist eine Geschichte, welche exklusiv für diese Hörversion geschrieben ist. Der Verlag teilt das Werk dabei in zehn Teile auf. Man kann die Soundcloud-Fassung direkt auf der Webseite hören, Links zu den üblichen verdächtigen Podcatchern gibt’s aber auch, gern ganz pur als RSS.

Und ich kann das nur empfehlen. Dieses Drama in zehn Teilen ist gut erzählt, solide produziert, spannend und schafft es doch, ohne ständige blutspritzende Metzeleien auszukommen. Das ist charmant erfrischend.

Etwas über drei Stunden, die gut unterhalten. Hört man ja auch nicht so oft. Also: Danke für die Empfehlung.

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Folge 75 des Büchergefahr-Podcasts

Was haben künstliche Intelligenz und Kindererziehung gemeinsam? Tja, gute Frage, was? Macht aber nichts, denn in der aktuellen Folge 75 des Büchergefahr-Podcasts verrate ich genau das.

Damit lohnt es sich doch quasi schon, einzuschalten.

Aber es gibt noch mehr feine Gründe. Denn ich muss ganz ehrlich zugeben: Es ist eine Folge voller hochtrabend klingender, aber letztlich doch recht sinnfreier Sprüche geworden. Ein paar Beispiele sind:

»Großes Scheitern ist einfach. Aber kleine Erfolge sind Arbeit.«

»Das ist jetzt wenig hilfreich, aber trotzdem korrekt.«

»Es ist ein Longread, also nicht ganz in drei Minuten weggelesen, vielleicht braucht man vier oder sogar mehr dafür.«

Insbesondere das letzte Zitat verrät aber, worum es eigentlich geht: Um zwei Texte, es sind keine Bücher, sondern ein Artikel und ein White Paper. Aber ersterer ist tatsächlich etwas länger. Und um einige tl;dr vorwegzunehmen, verrate ich in ein wenig mehr gebotener Kürze, was so drinsteht.

Thematisch geht’s um irgendwas mit künstlicher Intelligenz und Texten. Weiter vertiefen möchte ich das hier jedoch nicht. Details gibt’s ja gleich nebenan.

Viel Spaß.