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Bei der Büchergefahr geht der Lektomat in die Beta-Phase

Es ist der 20.02.2020 und bei der Büchergefahr ist glatt eine neue Podcastfolge erschienen. Gelegenheiten wollen schließlich genutzt werden und da wir Zahlenspiele nunmal gern spielen, ist sie passenderweise genau 13:13 Minuten lang.

Inhaltlich geht’s in der Episode darum, dass mit dem Lektomat das Textanalysetool des Hauses ab sofort in eine quasi-öffentliche Betaphase geht. Was das genau heißt, worum es bei diesem Tool überhaupt geht und wie man da gegebenfalls herankommt: Das gibt’s alles im Podcast zu hören, ganz klar.

Also bitte hier entlang, zur Folge 81 des Büchergefahr-Podcasts.

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Bei der Büchergefahr startet eine neue Staffel

Wenn man sich beim Klick durch die Brancheninfos nur so mittelmäßige Mühe gibt, sieht man fix: Es herrscht ganz großes Drama, alles geht total den Bach runter, (Buch-) Verkäufe nehmen ab, sogar vom Selfpublishing kann man nicht mehr einfach so leben. Alles schlimm.

Was macht man da am besten? Genau: eine neue Staffel im Podcast des Hauses starten. Am besten eine, bei der man einen Gang zurückschaltet, sich etwas weniger mit Hätte, mit Könnte und mit Wollte beschäftigt, stattdessen mehr ins Lager des Konkreten wechselt.

So macht es zumindest die Büchergefahr in ihrer neuen Folge No. 80. Viel Spaß.

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22,2 km für den guten Zweck beim Malerdorflauf

Den Spaß mit dem heutigen Palindromdatum haben heute schon viele gehabt. Aber auch wenn das Thema damit breitgetreten ist und ausgeschöpft zu sein scheint, legen wir hier gern nochmal eins oben drauf.

Konkret sind es 22,2 km, welche unsereins beim Malerdorflauf heute für die Unterstützung des Kindernotarztwagens in einem der vorgelagerten Bergdörfer hier in den Südstaaten absolviert hat.

Damit schließt sich der Kreis für diesen Lauf zumindest auf eine Weise und die Premiere des Events am heutigen 02.02.2020 liefert mit ihrer ab dem Start um 11:11 Uhr absolvierten Strecke ein rundes Bild.

So soll‘s sein. So gehört sich das. Und der im Bild oben sichtbare Sponsor hat auch den passenden Obolus in die Kasse des guten Zwecks entrichtet. Es ist schließlich ein Spendenlauf.

Anmerkung am Rande: Erste Fotos sind bereits öffentlich verfügbar. Ich verrate aber lieber nicht, auf welchen Bildern ich mir da die Blöße gebe. Was man aber gut erkennt, sind einige der Gemälde, die dem Lauf seinen Namen geben.

An dieser Stelle möchte ich meinen ganz ausdrücklichen und expliziten Dank und Respekt an Nils Gräber loswerden. Er ist der Mann hinter diesem Lauf. Und auch, wenn natürlich viele Freiwillige hinter den Kulissen geholfen haben, so bleibt es doch die Initiative und der beharrliche Einsatz von ihm, der diese Premiere einer hoffentlich neuen Laufserie ermöglicht hat. Ein Mensch, der nicht nur anpackt und macht, sondern dabei auch noch Gutes bewirkt. Wundervoll.

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aus dem regal

Gelesen: So still ruht der See von Elin Svensson und Ana Dee

Ein Schwedenkrimi, das gab‘s hier noch nicht. Glaube ich. Dann wurde es aber mal Zeit.

So still ruht der See von Elin Svensson und Ana Dee kommt also auf das Lesegerät. Und rund um den titelgebenden See tauchen nacheinander diverse Tote auf. Ihnen wurde jeweils der Mund zugenäht, ein Birkenblatt steckt drin. Der Serienmörder wird gesucht. Dabei spielt ein korrupter ehemaliger Kriminalpolizist eine Rolle, generell Männer, die ihre Triebe nicht im Griff haben und ein starker Drang zur Rache bildet die Klammer ums Geschehen.

Das ist vom Setting her nicht gerade nett, aber so passt das sicher gut ins Genre. Bei einigem Hin und Her stoßen wir auf falsche Fährten, erleben dramatische Spannungswechsel und werden immer wieder ein wenig in die Irre geleitet.

Das ist durchaus spannend zu lesen. Was die Unterhaltung jedoch ein wenig trübt, sind einige Stereotype wie dieses hier:

»Die geschmackvolle Einrichtung konnte nur eine Frau ausgesucht haben. Allerdings hatte auf dem Klingelschild nur sein Name gestanden.«

Immerhin wird‘s später aufgegriffen, ist somit nicht ganz umsonst. Aber auch sonst fühlt sich vieles ein wenig zu umgangssprachlich an, zu banal, zu unrevidiert.

Aber wer weiß? Vielleicht muss das hier im Genre ja so sein, gehört sich einfach so. Wäre doch denkbar.

Muss wohl noch ein weiterer Schwedenkrimi her. Hilft ja alles nichts.

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wort zum sonntag

Wort zum Sonntag: Wokeness

Am Anfang hieß unser neuer Spielplatz, auf dem wir uns alle in den Armen lagen noch Social Media. Wir übten uns in bis zu 140 Zeichen langen Tweets der Kunst der Aphorismen, wir reduzierten Elaborate auf ihre Kernaussagen herunter und hatten trotzdem noch Platz für Emojis, wir spielten auf kulturhistorische Erlebnisse an und kritisierten dabei Neuerscheinungen im Plattenregal, ohne diese auch nur beim Namen nennen zu müssen.

Und dann kam die Moral.

Seitdem sind wir woke und spielen das hier:

Die geballte anonyme Mehrheit, angeführt von Influencern und der Twitterati-Klasse, hat das erste und letzte Wort und verschiebt laufend den Rahmen dessen, was in ihre binäre Weltsicht passt. […] In diesem verhärteten Umfeld, das keine Zwischentöne und keine Ironie kennt, regiert die Willkür.

(Simon M. Ingold in der NZZ)

Wie wundervoll elegant auf den Punkt gebracht.