BadenMarathon absolviert, trotzdem nicht begeistert

Wetter gut.
Essen gut.
Läufer gut.
Ergebnis nicht so gut.

Man hat’s mit der Lauferei wirklich nicht leicht. Das macht zwar Spaß, aber am Ende ist man trotzdem erschöpft. Andere Hobbies sind da rücksichtsvoller. Aber so sei es. Spiel, Spaß und Entspannung ist ja dabei. Passt schon.

Heute gab’s dann wieder die jährliche Inkarnation des lokalen Baden Marathons, hier in den Südstaaten. Unsereins war natürlich dabei. Wenn’s schon eine lokale Eventszene gibt, kann man die auch ruhig unterstützen. Wie man am Bild oben sieht, lief es auch. Bis zum Ende. Immerhin.

Wie kann man trotzdem nicht begeistert sein? Gute Frage.

Es war nämlich wirklich so, dass alles ganz gut gepasst hat. Prima Laufwetter. Prima Vorbereitung, zumindest in dem Sinne, dass hier derzeit keinerlei Verletzungen oder ähnliche Unannehmlichkeiten zucken. Die allgemeine Entspannungslauferei vollzieht sich momentan auch recht geschmeidig.

Da bot es sich nun wahrlich an, mal auf die ansonsten eher vollkommen egalen und albernen Zeiten zu gucken. Freizeitmarathonläufer möchten ja irgendwie gern unter vier Stunden brauchen, um ins Ziel zu kommen. Das ist natürlich eine reichlich willkürliche Zahl, es könnten ja auch 222 Minuten sein, was aber halt auch ambitionierter ist. Ich nehme mir so einen Unfug normalerweise nicht vor. Wozu auch?

Aber heute hatte ich den Luxus, dass mit Marco ein weiterer lokaler Freund des Laufens zumindest in der ersten Hälfte mit dabei war. Und er hat es irgendwie geschafft, mir einen soliden Vorsprung auf dieses Vier-Stunden-Tempo abzuringen. Vielen Dank nochmal dafür. Und wenn man so einen Vorsprung nun mal hat, kann man ja auch was draus machen. Läuft ja derzeit alles gut, siehe oben.

Praktischerweise gibt’s bei der Veranstaltung hier auch sogenannte Zielläufer. Diese laufen nicht nur bis zum Ziel, sondern das auch noch in einer vorbestimmten Zeit, in drei Stunden und 59 Minuten zum Beispiel. Alles, was ich in der zweiten Hälfte zu tun hatte, war somit, diese Läufer nicht an mir vorbeiziehen zu lassen.

Gedacht, getan, vor ihnen ins Ziel. Und insgesamt mit vier Stunden und 40 Sekunden die Ziellinie überschritten.

Das ist – wie gesagt – natürlich vollkommen gleichgültig. Aber ich bin trotzdem nicht begeistert. Echtjetztmal.

Und die Moral von der Geschicht? Läufer handeln nicht immer rational und sind prompt nicht erpicht.

Update:
Die Zeitläufer, sie haben nichts falsch gemacht.
Das war ich als Läufer, ich hab’s nicht durchdacht.
Wenn unterschiedlich die Zeiten, zu denen wir starten,
Sollte man am Ziel lieber nicht einfach faul auf sie warten.