Mastodon für Bücherfreunde

Vor kurzem hat der hier sehr geschätzte Herr Thomas Dentaku Renger ein Gefühl sehr schön auf den Punkt gebracht:

Vielleicht sind zwölf Jahre auf Twitter ja auch genug.

Genau, vielleicht ist das wirklich so, zumindest so ein klein wenig. Als potenziell alternativen oder zumindest ergänzenden Kanal führt auch gleich etwas auf: Mastodon. Das ist zum einen wohl eine üble Schrammelband, die viel Krach macht; zum anderen ist es aber ein Social-Media-Dingens, das nicht von einer zentralen Instanz geführt wird, sondern das sich aus vielen einzelnen Knoten zusammensetzt, die miteinander verdrahtet sind und damit ein ganz wundervolles Netz ergeben.

Das kann man jetzt für technischen Schnickschnack halten. Oder man mag es als Möglichkeit sehen, dass diese ganzen Knoten sich jeweils thematisch ein wenig fokussieren können und dadurch quasi idyllische Inseln im großen Meer des lauten Durcheinanderbrüllens bilden.

Und dem ist so. Das tun sie durchaus. Von diesen Inseln gibt es wirklich ein paar. Die widmen sich dann oft irgendwelchem technischen Krimitambo, so gibt es für Anhänger des CCC zum Beispiel chaos.social.

Aber das ist nicht alles. Für Freunde der gepflegten Wortwahl gibt es jetzt nämlich literatur.social. Dort sind zum Beispiel die Autorinnen unter uns sehr herzlich willkommen. Und die Lektorinnen. Und die Verlegerinnen. Und die Selfpublisherinnen. Und die Buchverkäuferinnen. Und die Buchbloggerinnen. Und überhaupt: die Leserinnen.

Und als wäre das nicht schon toll genug, dürfen sogar wir Männer mitspielen. Toll, toll, supertoll. Und mit @buechergefahr ist der Podcast des Hauses auch bereits dabei.

Und wer (vorerst?) vielleicht nicht gleich auf das gewohnte Twitter verzichten möchte, kann ja mal einen Blick auf den Mastodon-Twitter-Crossposter werfen. Damit kann man wohl so einiges an Hin und Her ganz brauchbar automatisieren, wenn man das denn möchte.

Mobile Apps für Android und für iOS gibt es auch.

Also: Nur zu, probiert’s ruhig aus. Drüben, bei literatur.social. Denn wer weiß? All die ganzen Jahre auf Twitter sind vielleicht ja auch genug.