Gelesen: Warum wir laufen von Ronald Reng

Wir gehen hier gerade mit Riesenschritten auf den Jahreswechsel zu. Das ist die Saison, in der so manche von uns ihre Vorhaben starten, zum Beispiel mal wieder mehr Laufen zu gehen. Nun kann man so ein Vorhaben natürlich jederzeit angehen und nicht nur im Januar. Aber es geht eben auch jetzt, also: nur zu!

Um das Wiedereinsteigen ins Laufen geht’s auch in diesem Buch von Ronald Reng. Er hat es als Jugendlicher schon mal gemacht, war damals wohl auch recht flott unterwegs. Dann kam er irgendwie aus dem Trott. Jetzt legt er zur Zeit der besten Midlife-Crisis wieder los. Dabei ist er natürlich prompt weniger flott. Das macht zwar nichts, ihn stört es jedoch trotzdem. Also nutzt er die Gelegenheit, um mit ein paar mehr oder weniger großen Berühmtheiten und Wissensträgern des Sports über das Laufen und die Theorien sowie Motivation dahinter zu reden. Darum geht es hier im Buch.

Eine dieser Theorien liegt darin, dass man gar nicht immer wie so ein Irrer durch die Gegend hetzen muss, um letztlich solide unterwegs sein zu können. In der Ruhe liegt die Kraft, heißt es. Diese Theorie des regelmäßig langsamen Laufens ist derzeit eine beliebte. Drüben im Blog von Strava gibt’s zum Beispiel eine mit feinen Fremdworten gespickte Fassung. Wie hübsch.

Hier präsentiert Señor Ronaldo alles recht kurzweilig, verständlich und wohlformuliert. Das macht glatt Spaß zu lesen. Auch zu Hause auf der Couch. Auch wenn es natürlich ein wenig hilfreich ist, gelegentlich einen Blick nach draußen zu werfen, um der durchschimmernden Faszination für das durch-die-Gegend-Rennen etwas abgewinnen zu können.

Und ab dem Jahreswechsel sehen wir uns da draußen doch eh, oder? Die Vorhaben wollen schließlich gepflegt, die saisonalen Besonderheiten genutzt und die Theorien aus dem Buch validiert werden.

Dann mal los.