Wort zum Sonntag: Ambiguität

Die hier allseits beliebte (lies: mehr oder weniger ignorierte) Rubrik der Sonntagslinks wandeln wir jetzt ein wenig um. Denn mal ganz ehrlich: So viel lese ich gar nicht, dass ich hier dauerhaft mehrere Links pro Woche kommentieren könnte. Dafür bin ich viel zu langsam. Man kommt ja bekanntermaßen zu nichts. Das Gefühl kennen wir sicher alle.

Stattdessen gibt es nur einen Link. Zu einem Wort, Begriff oder Thema. Und das auch nur, wenn mir in der jeweiligen Woche gerade danach ist. Denn diese ganzen Wörter, die muss man ja auch erst mal verarbeiten können.

Den Anfang macht: Ambiguitiät.

Der Deutschlandfunk hat dazu einen feinen Beitrag, in dem er uns einen entspannten Umgang mit all den komplexen Themen des Alltags nahelegt. Und das klappt zum Beispiel durch das Zulassen von Ambiguität (lies: Mehrdeutigkeit) beim Haben einer Meinung.

Etwas vereinfacht heißt das zum Beispiel: Nicht immer nur entweder-oder, sondern mehr sowohl-als-auch.

Smartphones und Tablets in der Schule? Ja und nein.

Fleisch essen oder darauf verzichten? Es kommt drauf an.

Flüchtenden in ihrer Heimat helfen oder hier bei uns? Sowohl als auch.

Jazz oder Klassik? Warum nicht auch mal was Elektronisches probieren.

Die Möglichkeiten wachsen förmlich ins Unendliche. Toll ist das. Ambiguität FÜR DEN GEWINN!