Sonntagslinks

Nichts kann man heutzutage noch wirklich selbst reparieren. Nicht mal seinen Trecker. Bis auf einmal ein paar Bauern eine Art Reperaturcafé gründen. Was nicht nur auf Gegenliebe stößt.

Koma-Saufen? Online-Lesen? Ist quasi das selbe. Wie chic. Also eher nicht-chic, versteht sich.

Das Loslassen ist schwer in Mode, zumindest in der Welt des Zurückeroberns der eigenen Zeit, ganz allgemein im Wahn zum Lifestyle-Minimalismus oder schlicht in unserem Faible für östliche Philosphie. Wer es gern ein wenig mehr in den Kontext gerückt sehen möchte, kann das in in einem Gespräch zwischen Silke Kirch von info3 und dem Philosophen Nicolas Dierks tun.

Die momentan in den Schlagzeilen erkennbaren Ressentiments gegen Fremde muss man gar nicht immer mit der großen Politik beantworten. Es geht auch viel kleiner und dabei nicht weniger dramatisch.

In der klassischen Welt der Lebensmittelindustrie stellen wir fest, dass quasi der ganze Markt auf einige wenige Firmen aufgeteilt ist. Nur gut, dass wir die schöne neue Welt der Internet-Startups haben, da sieht es nämlich ganz anders aus, oder? Tja, eben nicht.

Denken wir doch mal kurz über die eigene Zukunft nach und fragen uns: Was ist wohl notwendig, um uns alle davon zu überzeugen, dass wir nicht einfach mit 67 Jahren in Rente gehen können, sondern erst deutlich später? Tja, das fragen sich andere auch. Wer sich jetzt daran erinnert, dass »die Rente doch sicher« ist, sei auf die Einleitung Wolf Lotters zum Schwerpunkt Sicherheit bei der brand eins verwiesen: »Die Sicherheit bist du selbst. Wenn du eine andere Welt willst, musst du selbst zupacken.« Tja.

Sehr schön in der Welt der Medienerziehung des eigenen Nachwuchses ist ja, dass man wertvolle Hinweise von wahren Experten zur Hilfe nehmen kann. Ganz nach persönlicher Präferenz kann man dabei entweder die Meinung der Medienverweigerer, die Meinung der Befürworter oder die Meinung der sorgfältig Abwägenden zur Bestätigung der eigenen Ansichten heranziehen. Wie praktisch. Obendrein kann man auch gucken, was andere so ausprobieren. Maret Buddenbohm hat da mal ein Experiment verbloggt.

Irgendwie passend lesen wir bei den Krautreportern etwas darüber, dass pure Belohnungsanreize bei der Motivation Jugendlicher wenig bringen. Besser sei es, man gibt ihnen die Chance, zu verstehen, was sie da tun (sollen). Wie überraschend.