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Sonntagslinks

Die Sache mit den Autos wird derzeit recht rege diskutiert. Da ist es doch mal ganz charmant, einen Blick darauf zu werfen, wie eine Stadt, die gemeinhin ein recht solides Verkehrsaufkommen hat, mal mit vollkommen leeren Straßen zu beobachten. Sehenswert.

Was passiert eigentlich bei Verhandlungen und Abstimmungen, die hinter verschlossenen Türen stattfinden? Dirk Knipphals erklärt es uns mal am Beispiel einer Literaturpreis-Jury. Aber das gilt für andere Zusammenkünfte ganz ähnlich.

Google ist als Suchmaschine alternativlos, meint der Schöpfer von MetaGer. Und da es zumindest hier anders aussieht, frage ich mich natürlich: Suchen sonst wirklich alle mit dem Teil? Ist das auf Dauer nicht etwas eintönig?

Vielleicht nicht. Denn andere Sachen kann man schließlich auch recht lange machen. Bücher verkaufen zum Beispiel. Die älteste deutsche Buchhändlerin ist tatsächlich 95, hat ihren Laden in meiner Geburtsstadt und natürlich etwas zu erzählen.

Die ZEIT provoziert mal wieder ein wenig bei den Buchblogger/innen. Das ist nicht neu, aber immer wieder unterhaltsam. Inhaltlich spannender ist zu diesem Thema jedoch ein Gespräch, welches Karla Paul mit dem Kaffeehaussitzer Uwe Kalkowski dazu geführt hat, wie er zum Literaturbloggen gekommen und dabei geblieben ist. Bei ihm gibt es die Vollversion zum Nachlesen. Sie lohnt sich.

Das Abendland geht aber nicht nur in der Diskussion Blogs-vs-Feuilleton unter, sondern auch in Zukunft, weil unsere Kinder mit ihrer ganzen Digitalisierung alle verblöden. Oder so. Überraschenderweise beruhigt uns jetzt die SZ und stellt fest: Die Generation Smartphone ist stabiler als die Apokalyptiker behaupten. Ein Trost.

Und Kinder lernen auch weiterhin noch das Lesen, auch wenn manch einer daran Zweifel zu haben scheint. In einem Gespräch beim Detuschlandfunk Kultur meint der niederländische Buchwissenschaftler Adriaan van der Weel, dass sie das aber doch am besten erst einmal mit Büchern aus Papier machen und sich erst später elektronisch umgucken. Na, Hauptsache die Texte stimmen.

Letztlich macht Lesen schließlich auch glücklich und zufrieden. Wer hierbei jetzt hygge denkt, liegt aber vollkommen falsch. Hygge war gestern. Heute nennen wir es Eudaimonia, den alten Griechen sei Dank.

Wem das jetzt alles zu abgehoben und pseudo-intellektuell daher kommt, sei getröstet. Wir können hier auch anders. Und lassen uns beim Spiegel von einem Trash-TV-Autoren darüber aufklären, warum sich die Leute darin eigentlich immer alle so viel anschreien. Das ist nämlich nicht rein zufällig so. Eh klar.

Trash ist es durchaus auch, für einen Kalauerartikel mal eine richtig schlechte Pizza essen zu gehen. Beruhigend ist es hingegen, wenn man dabei auf den realen Menschen hinter der miesen Pizza stößt.