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Wie man einen Weihnachtsbaum kauft

Die Sache mit den Traditionen, sie ist eine Crux. So ist es doch quasi jedes Jahr das Gleiche: Mitten im feinen, nicht-weißen, vorweihnachtlichen Dezember stellt man fest, dass in der Wohnung keine Bäume wachsen, dass es so nicht weiter geht, dass einer von der Sorte jetzt mal besorgt gehört. Also macht man sich auf den Weg, einen Weihnachtsbaum zu besorgen. Idealerweise hat man die ganze Familie dabei. Herr Blognachbar hat das recht passend begründet:

Das möchte man so nicht, ganz klar. Aber genauso wenig möchte man großartige Meinungsdiskrepanzen vor Ort bei der Baumauswahl. Zum Glück kann man dieser ganz einfach durch ein klein wenig logistische Organisationsarbeit entgegenwirken: Vor der Baumwahl gönnt man sich und dem Rest des Clans erst einmal eine Runde Glühwein.

Glühwein vor dem Weihnachtsbaumkauf

Die Zusammensetzung des Getränks wird natürlich altersgerecht gestaltet. Mal heißt es also Punsch, mal tatsächlich Glühwein. Aber das sind Details. Wichtig ist, was hinten rauskommt. Oder so. Hier im Fall geht es um die Baumauswahl.

Weihnachtsbaumbeute Und diese ist ein nicht-triviales Geschäft. Die einen ziehen raus in den Wald und ernten ihren Baum direkt dort vor Ort. Das gehört hier im Haus eher nicht zu den Gepflogenheiten. Dazu kann ich wenig sagen. Das hat ganz bestimmt seine eigenen Regeln und Tücken. Wir sind hier etwas profaner unterwegs. Wir kaufen unseren Baum bei einem der passenden Händler vor Ort. Kaum ist Dezember, sprießen diese an allen möglichen und unmöglichen Stellen wie die Pilze aus dem Boden und bieten feinste Baumware feil. Zumindest, wenn man sie fragt. Und da wir hier schon in den Südstaaten sind, kommen alle diese Bäume natürlich aus dem nahegelegenen Schwarzwäldchen, ganz klar. Wenn ich mich bei den diversen Baumverkaufsständen so umschaue und umhöre, dann könnte man meinen, dass zumindest im Dezember der besagte Wald keiner mehr ist. Alle Bäume sind kurzzeitig in die Stadt umgezogen. Aber so sei es. Im Januar wird alles wieder seine gewohnte Ordnung haben. Jetzt lassen wir uns die Gewächse anpreisen. Es gibt schließlich die Großen und es gibt die Kleinen. Es gibt die Dicken und die Dünnen. Die Dichten und die Lichten. Die mit den starken Nadeln, aber auf keinen Fall irgendwelche mit schwachen. Es gibt natürlich auch Preise, ganz verschiedene. Nicht immer haben sie viel mit den anderen Eigenschaften zu tun. Und selbst wenn, dann erschließt sich der Zusammenhang nicht ganz intuitiv.

Aber ich kann aus persönlicher Erfahrung verraten: Das sind alles keine ernsten Hürden. Dank der erlesenen Vorbereitung ist die Auswahl gar kein Problem. Man hat sie ruckzuck absolviert. Und man trägt ganz sicher ein feines Gewächs nach Hause. Es bleibt zu hoffen, dass dessen Glanz länger anhält als die Wirkung des Heißgetränks. Dafür kann ich natürlich nicht garantieren.

Aber wie heißt es so schön: Irgendwas ist ja immer. Auch das hat Tradition.

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