Sonntagslinks

Zur Zubereitung von Tee scheint noch nicht alles gesagt. Jetzt aber immerhin ein wenig mehr. Oder so.

Was macht man am besten beim Tee trinken? Nun, Lesen zum Beispiel. Hoffentlich jedoch keine Kommentare in Blogs, das sind bekanntermaßen die Klowände des Internets. Oder? Nun, nicht immer. Ich zitiere hier zum Beispiel mal einen sehr schönen solchen (man darf ein wenig Scrollen, um ihn zu finden): Einfach die Dinge gelassener sehen. Hach. Oder besser: Doppel-Hach.

Falls jemand diese Links hier übrigens im Büro durchklicken sollte: Macht nichts. Wir verstehen das. Und wer das macht, ist außerdem in bester Gesellschaft. Denn: Die meisten Mitarbeiter spielen nur Arbeit. Eine Unsitte ist das natürlich trotzdem. Also zack, doch lieber Arbeiten bitte. Die Links hier warten gern.

Das Publizieren von Texten zählt für einige von uns tatsächlich als Arbeit. Das allein ist schon sehr faszinierend. Unterhaltsam ist aber auch das ganze Drumherum. Zum Beispiel darüber, ob das Publizieren auf eigenen Webseiten noch Sinn hat, ob man sich lieber geschlossenen Plattformen anschließen soll oder ob diversen Spielarten dazwischen Sinn haben. Jetzt möchte auch Medium mitspielen. Wie gesagt: unterhaltsam.

An einer anderen Front haben die Netzpiloten sehr euphorische Worte zur mobilen Seite der New York Times gefunden. Und auch, wenn das letztlich nur eine Übersetzung ist, verstehe ich spontan den ganz großen Witz hinter der ganz großen Euphorie nicht. Denn mal im Ernst: Weniger beeindruckend sieht beispielsweise die NZZ jetzt auch nicht aus. Aber sei es drum.

Eben bei der NZZ gibt es dafür aktuell sehr lesenswerte Hintergründe zur Lobby der Abschaffung großer Geldscheine. Wer hätte spontan zum Beispiel gedacht, dass selbst in den heiligen USA das Bargeld derzeit auf Platz eins der populärsten Zahlungsmittel beim Einkaufen ist? Na? Eben.

Woher kommt das ganze Geld eigentlich? Zum Teil durchaus von ganz schnöder Arbeit. Hier schließt sich der Kreis der Links heute ganz prächtig. Vor allem dann, wenn die Arbeit nicht nur gemacht wird, sondern das auch noch am Puls der Zeit. Geht doch.

Zum Schluss haben wir heute zur Abwechslung etwas eher klassisch Schönes. Bei Léo Caillard gibt es nämlich Fotos von römischen Skulpturen, die als Hipster angezogen sind. Es ist wirklich sehr, sehr wundervoll.