Vom (fehlenden) Mut zum Positiven

In den Sonntagslinks gab es hier kürzlich einen Hinweis auf Positive Daily. Das ist ein Projekt, welches sich einem positiven Blick auf die täglichen Nachrichten widmet. Ich finde das nicht nur löblich, ich finde das quasi essenziell. Darauf haben wir in der Tat gewartet.

Die Idee zu diesem Projekt zeigt Mut bei den Machern. Sie möchten nicht einfach nur im Mainstream mitschwimmen und hoffen, vom großen Allgemeinkuchen ein Stück abzubekommen. Das könnte ja jeder. Und der Erfolg wäre ein Stück weit quasi Glückssache. Nein, lieber setzen sie sich hin, denken nach und kommen mit einer neuen Idee, mit einem neuen Ansatz, eben mit dem Mut, etwas anders zu machen. Davon brauchen wir viel mehr. Dann klappt’s auch mit der Zukunft. Dann haben auch unsere Kinder noch viel zu Lesen vor sich. Es ist beruhigend und entspricht dem, was wir ihnen als ganz normale Erziehung versuchen mitzugeben: weniger Jammern, mehr Machen. Und dieser Ansatz hat durchaus Chancen auf Erfolg. Nischen können schließlich bestehen, auch bei Publikationen. Wir sehen es an der brand eins, welche ebenfalls einen alternativen Ansatz darstellt. Es ist ein Wirtschaftsmagazin, dass sich von anderen unterscheidet, nicht nur die üblichen Zahlen veröffentlicht, nicht nur herumjammert, sondern einen Blick auf positive Entwicklungen lenkt, auf Leute, die etwas bewegen und nicht nur lethargisch in ihren Armsesseln schlummern. Positive Daily möchte das für Nachrichten machen. Toll.

Und jetzt?

Jetzt haben sie sich umbenannt. Weil sie Angst haben, nicht verstanden zu werden. Weil sie ihrer Zielgruppe nicht zutrauen, über die Aber dann berichtet Ihr doch nur von Katzen, die von Bäumen gerettet werden-Schwelle hinauszukommen. Statt dessen heißen sie jetzt Perspective Daily. Das ist sicherer. Man weiß ja nie.

Es ist so schade.