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Gestern Abend hat der Sohn beim Schlafengehen noch mit mir zusammen überlegt: Ist er jetzt einfach nur sechs Jahre alt? Oder doch schon kurz vor sieben? Mehr als halb sieben doch wohl bestimmt. Ist er vielleicht einfach dreiviertel sieben? Nein, mehr als das. Man könnte doch auch schon sieben sagen, was macht die eine Nacht schon? Seine Uhr geht doch auch nicht immer ganz genau, stellt er fest.

Einfach mal fünf gerade sein lassen, das klingt doch nach einer brauchbaren Idee. Damit hat der Sohn eine der wichtigen Lektionen des Älterwerdens schon ganz gut verinnerlicht. Vielleicht wollte er auch nur schon mal einen vorzeitigen Blick auf seine Geschenke werfen. Auch das kann natürlich sein. Da möchte ich jedoch nichts unterstellen. Entspannen kann der Sohn nämlich ganz gut. Mit sechs Jahren zumindest. Das wird er mit quasi sieben nicht auf einmal abgelegt haben.

Heute morgen stellen wir jedoch fest: Es wird nicht alles leichter und entspannter, wenn man älter wird. Das Auspusten aller Kerzen in einem Schwung zum Beispiel. Das müssen wir jetzt wohl doch nochmal üben. Immerhin haben wir jetzt fast ein Jahr Zeit. Er ist jetzt schließlich kurz nach sieben.