Aus dem Regal: Die Hex ist tot von Monika Geier

Das ist doch tatsächlich das Buch vom diesjährigen Indiebookday. Da kann man mal sehen, wie langsam ich lese. Aber ich verrate Ihnen eins: Schreiben geht tatsächlich noch langsamer. Man mag’s kaum glauben. Es ist aber so. Schlimm. Ich weiß.

Aber zum Glück geht’s hier gar nicht um mich. Es geht um dieses Buch. Und das ist ein Krimi. Die Handlung spielt in Ludwigshafen und ein wenig auch im Mannheim. Das sind beides Vororte der Südstaaten hier. Ist das somit jetzt ein Regionalkrimi? Dazu würde auf jeden Fall passen, dass die Toten, die es hier natürlich unweigerlich gibt, nicht einfach auf der Straße herumliegen, sondern kopfüber in Gullies gesteckt werden. Das ist doch mal eine Idee. Genauso, wie das Motiv, oder besser gesagt: die falsche Fährte, auf die wir gelenkt werden. Da geht’s um Übergewichtige, um Abnehmkurse und um skurrile Drogen. Es werden also wirklich große niedere Instinkte bedient. Und letztlich geht’s dann doch wieder nur um Neid, Besitz und etwas Macht.

Die entstehenden Intrigen sind recht clever miteinander verwoben. Das ist unterhaltsam. Das kann ich empfehlen. Auch Schelllesern, versteht sich. Und jenen, die nicht aus den Südstaaten kommen und für welche dieses somit kein Lokalkrimi ist.