Die Lieblingsbücher der Tochter

Eine Dame hat damit vorgelegt, die fünf Lieblingsbücher des Nachwuchses im Haus vorzustellen. Mitlerweile haben andere nachgezogen. Und wie das so ist mit den Massenphänomenen: Sie sind nicht immer totaler Unfug. Also haben wir hier: die fünf derzeitigen Lieblingsbücher der Tochter:

top_buecher_tochter

Mit den Begründungen ist das schon schwerer. Ich habe sie gefragt und sie hat bei jedem Buch gesagt: Ist meins! Dank fragendem Blick ergänzte sie immerhin: Ist gut! Die Tochter macht halt nicht immer viele Worte um alles. Selbst, wenn es ihr wichtig ist. Als moderner Mann von heute bin ich aber selbstverständlich auch eine Art Frauenversteher. Ich übersetze also:

Mein allererstes Buch der Zahlen: Es ist ein vollkommen textfreies Buch. Und man kann jede Seite zweimal umblättern: nämlich einmal oben für die Zahlen und einmal unten für Bilder mit der jeweils entsprechenden Anzahl von Obst. Wie großartig ist das denn? Da gibt es keinen Streit darum, wer gerade mit dem Umblättern dran ist. Die Tochter sagt einfach: Du machen! und sie sagt: Ich auch! und sie widerspricht sich dabei noch nicht einmal. Ein schönes Buch.

Sommer-Wimmelbuch: Wo ist eigentlich der fliegende Pinguin? – Allein für die Chance, diese Frage legitim stellen zu können, muss man dieses Buch lieben. Die Tochter macht’s und findet Pinguin, Katze, Mopedfahrer und die Feuerwehr ebenso zuverlässig wie die heiligen drei Kloschüsselträger aus dem Abendland. Denn ja: auch diese gibt es hier im Buch. Ein Traum.

Wer versteckt sich auf dem Bauernhof?: Katzencontent! Muss ich mehr sagen?

Die ganz besonders nette Strassenbahn: Ein Buch von James Krüss. Das haben wir von der Klassenfahrt nach Helgoland mitgebracht. Ein Buch, direkt von der Quelle also. Wer jetzt aber glaubt, dass die Tochter sich gern die wirklich wundervollen Reime vorlesen lässt, irrt gewaltig. Das ist pure Erwachsenenromantik. Nein, die Tochter liest selbst, ganz klar. Mit etwas Glück darf man zwischendurch einmal umblättern. Aber bitte nur auf Nachfrage.

Aschenputtel: Das Kontrastprogramm. Bunt. Pink. Für Mädchen? Ach was, der Sohn mochte das auch.

Aber um ihn geht’s hier gar nicht. Der Sohn kommt morgen dran.