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Aus dem Regal: Mama, jetzt nicht! von Daniel Glattauer

Guck an, noch ein österreichischer Autor. Man will ja nicht voreingenommen sein. Aber immerhin ist’s dieses Mal kein Krimi. Sondern eine Kolumnensammlung. Ich mag Kolumnen. Deren Autoren sind immer so furchtbar schlau und beobachten alles ganz genau.

Cover: Mama, jetzt nicht von Daniel Glattauer So auch Señor Glattauer. Guckt ganz genau hin, der Bursche. Ich freue mich also, dass sich hier beispielsweise jemand über die Unsitte wundert, wenn Servietten in öffentlichen Gastronomieeinrichtungen auf dem Teller drapiert werden und nicht daneben. Ich freue mich sogar sogar darüber, wie der Autor sich freut. Zum Beispiel über die sehr lebensnahe und durchaus erheiternde Antwort des Betreibers eines öffentlichen Verkehrsverbundes auf die Anfrage zum geeigneten Transport eines Pferdes in der Bahn. Oder Ähnlichkeiten zwischen Putin und dem Papst. Außerdem gibt’s Sex im Buch. Was will man mehr?

Vielleicht will man weniger Geschichten über die angeblich charmanten Macken der Österreicher im Allgemeinen und ihrer Sprache im Besonderen. Zumindest wenn man nicht selbst in diesem Bergland lebt. Ich lebe dort nicht, finde es nicht witzig und sollte mich jetzt besser wieder Autoren aus anderen Gegenden widmen. Das wäre wohl klug. Gebracht hat dieses Auslandsexperiment somit zumindest eine Erkenntnis: Lesen bildet offensichtlich wirklich.

Eine Antwort auf „Aus dem Regal: Mama, jetzt nicht! von Daniel Glattauer“

Den Satz: „Vielleicht will man weniger Geschichten über die angeblich charmanten Macken der Österreicher im Allgemeinen und ihrer Sprache im Besonderen.“ unterschreib ich sofort. Habe mal 1,5 Jahre in Wien gelebt und konnte so überhaupt nichts Charmantes an den Wienern finden. Das Buch, glaub ich, brauch ich nicht…;-)

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