Gut und böse

Wenn der moderne Mann von heute erst einmal Papa geworden ist, hat er zwei Leute, die die Orientierung in seinem Universum stützen: sein Kind und dessen Mutter. Zumindest für eine Zeit wohl auch in der Reihenfolge. Der letzteren Dame scheint es im Großen und Ganzen aber nicht viel anders zu gehen. Denn natürlich liebt sie zuerst einmal ihren goldenen neuen Engel, den Vater des selbigen aber irgendwie trotzdem weiter. Und ebenso natürlich begrüßt sie jedwede Fürsorge, die der eine dem anderen angedeihen lässt.

Aber wehe, der Gatte entführt das Kind schon nach nur zwei Tagen und geht mit ihm auf Reisen. Selbst wenn diese Reise nur zum Kinderarzt geht. Dann macht der Mann erst einmal etwas vordergründig sehr, sehr böses. Und erntet entsprechende Blicke beim Verlassen des trauten Heimes.

Nur gut für den modernen Mann von heute, dass die Blicke bei seiner Rückkehr wieder genau ins Gegenteil schlagen, wenn er aber vor allem das Kind wohl auf ist. Dann ist er wieder gut, die Welt ein besserer Platz und er kann sich wieder ungestört der weiteren Erkundung seines neu geordneten Universums hingeben.