Sonntagslinks

Wem das mit der Netzneutralität alles ein wenig zu abstrakt ist, kann sich vielleicht am Whopper-Synonym erfreuen. Sehr schön ist dabei auch, zu sehen, wie emotional unausgeglichen man wegen eines simplen Brötchens so sein kann.

Nicolas Freund plädiert in der SZ für mehr Entspannung bei der momentan beliebten Debatte über Bücher vs. Serien. Guter Punkt, Entspannung hilft schließlich in vielen Lebenslagen.

Für die Entspannung hilft es wiederum, einfach mal auszuschlafen. Das wirkt sich ganz nebenbei auch positiv auf das Lernen, das Wohlbefinden und das angenehme Leben aus. Die Chronobiologie klärt auf.

Wenn wir dann ausgeschlafen haben, gehen wir unsere ganzen Projekte an. Oder denken über die verschiedenen Spielarten eines bedingungslosen Grundeinkommens nach, damit wir überhaupt projektieren können. Ansonsten verhungern wir nämlich alle gerade. Oder? Na, so ähnlich.

Was passiert eigentlich mit alten Büchern, die Menschen weggeworfen haben? Nun, vielleicht rettet sie ja noch jemand und baut eine Bibliothek daraus. Müllmänner zum Beispiel.

Denn Bücher sind für alle da. Oder? Nun, mitnichten, meint zumindest Helmut Böttiger, welcher glaubt, dass das Buch zum Gegenstand für Liebhaber wird.

Vielleicht sind ja Hörbücher eher etwas für die Massen. Das liegt durchaus auf der Hand bzw. den Ohren. Und immer wieder wird es auch laut über Alternativen zu Amazons Audible. Jetzt mischt Google z.B. neu mit.

Tja, wie das mit Wörtern so ist. Man kann sie lesend oder hörend in sich aufnehmen. Oder gar nicht. Wenn sie in Form eines Gedichts an der Hauswand einer Schule übermalert werden, zum Beispiel. Man könnte hier auch sagen: Das politisch Korrekte hat über die Kunst gesiegt. Und wenn irgendwann alle Gedanken zensiert, alle Bilder verhangen, alle Gedichte übertüncht sind, werden wir merken, dass scheinheilige Moral allein nicht glücklich macht.

So dramatisch möchten wir die Woche lieber nicht beenden. Also werfen wir noch einen kurzen Blick in eine alte Bleistiftfabrik. Das ist beruhigend, irgendwie.