Teil zwei der Winterlaufserie in Rheinzabern

Die Pfalz ist so schön, da kann man glatt mehrmals hin. Das klingt hier vielleicht nicht immer so durch. So gab es ein wenig Kritik an meinen recht verhaltenen Pfalzkomplimenten beim ersten Teil dieser Laufserie. Das liegt natürlich nur an meiner Formulierungsschwäche. Denn wäre es wirklich schlimm dort, hätte ich nach dem ersten Besuch aufgegeben. Tatsächlich bin ich aber durchaus gelegentlich und wiederholt in der Gegend. Neben Laufserien kann ich dabei übrigens Weinfeste sehr empfehlen. Aber das nur am Rande.

Heute steht also der zweite Teil der alljährlichen Winterlaufserie in Rheinzabern an. Wir erinnern uns: Diese Serie besteht aus drei Läufen, welche im Dezember, Januar und Februar über erst 10, dann 15 und letztendlich 20 Kilometer gehen. Heute also die Mitteldistanz. Es ist wieder ein Wintertag. Es sind wieder leichte Plusgrade. Es ist wieder der Kilt am Start. Irgendwie zieht es heute jedoch kälter rein als beim letzten Mal. Es fühlt sich frisch an. Und das gilt keineswegs unter dem Rock, sondern mehr obenrum, um hier mal ein wenig Details zu verraten. Entsprechend zügig geht es los. Tempo wärmt, daran gibt es wenig zu rütteln. Und es stimmt: Unterwegs friert hier nichts. Es verkrampft auch nichts. Sondern es läuft angenehm rund. Die von mir auserwählten Tempomacher spielen jedoch alle verrückt. Die ersten lassen sich plötzlich zurückfallen. Da mache ich nicht mit. Hinten wird’s schließlich wieder kalt. Andere ziehen dezent und nachhaltig das Tempo an. Das ist reizvoll, lässt sich aber leider nicht nachahmen. Nun, es hilft alles nichts. Vor Frust aufzugeben ist keine Option. Also sucht man sich alle paar hundert Meter eben jemand anderes, an den oder die man sich ranhängt. Einige trifft man auch immer mal wieder. Sehr nett.

Und am Ende kommt das Ziel deutlich früher als geplant. Genau genommen zwischen anderthalb und zwei Minuten früher. Das ist für diese relativ überschaubare Strecke durchaus eine Menge. Im Vorfeld hätte ich ja abgestritten, das zugehörige Tempo überhaupt durchhalten zu können. Tja, so kann man sich irren. Wie nett.

Hochgradig nett ist es auch, dass ich die beiden mir bekannten Mitstreiter dieses Mal nicht nur auf der Strecke sehe, sondern auch im Vorfeld schon. Es ist dabei nicht so, dass man sich unter Freudentränen schluchzend in den Armen liegt, aber schön ist’s doch. Auf der Strecke waren beide deutlich vor mir und sahen dabei jeweils gut aus. So soll es sein.

Auch auf andere Sachen ist Verlass. Die Damen und Herren vom organisierenden Turnverein leisten ganze Arbeit. Es klappt nicht nur alles, sondern das auch ganz reibungslos. Ausgabe der Startnummern? Ein Klacks. Toiletten? Gibt es mit erstaunlich kurzen Wartezeiten. Verpflegung entlang der Strecke? Auch dabei. Getränk im Ziel? Warmer Tee statt kaltem Bier, das nenne ich mal saisonal angemessen. Und den selbstgebackenen Kuchen gibt es auch in reichlich guter Auswahl. Das ist eine ganz feine Sache, man kann es wirklich kaum anders nennen.

Und auch das Smartphone treibt bei der Musikauswahl auf der Rückfahrt wieder seine gewohnten Späße. Es läuft das hier und genauso fühle ich mich auch: