Gehört: Cherringham – Mord an der Themse

Jetzt kommen wir mal zu etwas ganz anderem: Einem Hörbuch. Das gibt’s hier selten. Und es ist auch keine Absicht, dass dieses hier auf die Ohren kommt. Es handelt sich vielmehr um die erste Folge des Lübbe-Audio-Podcasts. Podcasts kommen hier gut an. Prompt landete »Cherringham – Mord an der Themse« auf dem Abspielgerät.

Cover: Cherringham Vor lauter Schreck hätte ich das beinahe gleich wieder weggeklickt. Unsereiner ist ja doch ein konservativer Sack, da machen wir uns mal nichts vor. Als solcher ist man kritisch. Die Erwartungshaltung hört schließlich mit. Podcasts dienen zwar immer auch der Unterhaltung, primär aber doch dem Erzählen über ein Sachthema. Hörbücher sind etwas anderes. Hier jedoch nicht. Diese Podcastfolge ist ein Hörbuch. Gesprochen von Sabina Godec.

Diese hat eine Stimme, die man nicht wegklicken möchte. Und das ist gut so. Es handelt sich nämlich um eine klassische Kriminalgeschichte. So gibt es eine Tote. Es gibt einen klaren, einfachen, offiziellen Erklärungsansatz für ihren Tod. Und es gibt die Wahrheit, die davon abweicht. Für diese gibt es zwei privat Involvierte, welche den Fall letztendlich klären. Praktischerweise sind dieses eine Dame und ein Herr. Da knistert es schon mal zwischen den Zeilen. Das darf auch ruhig sein, es soll schließlich unterhalten; kitschig wird es zum Glück nicht.

Am Ende war übrigens nicht der Gärtner der Täter, aber es gibt doch eine der auch sonst gern üblichen Auflösungen. Das macht aber nichts. Der Fall ist spannend und unterhaltsam erzählt. Darum geht’s ja letztendlich. Ich kann das somit empfehlen. Egal, ob man es nun Podcast oder Hörbuch nennen möchte. Und es gibt bereits Nachfolgegeschichten mit anderen Morden und sonstigen Verbrechen. Man kann das hier somit als Inspiration verstehen und dem Genuss ruhig weiter fröhnen. Nur zu.