Gelesen: Tödliche Gedanken von Marcus Johanus

Cover: Tödliche Gedanken von Marcus Johanus Guck an, das ist jetzt endlich mal ein Text von einem der beiden Schreibdilettanten-Podcaster. Den anderen gab’s hier vor geraumer Zeit auch schon. Und beide zusammen natürlich als Gäste im Büchergefahr-Podcast. Jetzt ist also Marcus Johanus dran. »Tödliche Gedanken« ist sein Debütroman. Eine Fortsetzung sowie unabhängige weitere Texte gibt es auch bereits.

Der Titel ist natürlich Programm. Es handelt sich somit um einen Genretext. Der Autor bezeichnet die Nische selbst als »paranormale All-Age-Thriller«. Das klingt recht spitz definiert, passt aber trotzdem als angenehm weitläufig. Wörtlich kann man aber die Bezeichnung durchaus nehmen, das macht das Lesen schließlich erheblich angenehmer. Denn es geht um ein paar herangewachsene Freunde, welche im Verlauf der Geschichte das Paranormale an sich selbst kennenlernen. Sie erleben dabei eine Serie von Absurditäten, welche sie zum Teil selbst vollführen, das aber nicht freiwillig. Mittels übermenschlicher – eben: paranormaler – Fähigkeiten gelingt es einigen von ihnen, dem Spuk auf die Schliche zu kommen und sowohl sich als auch ihr Umfeld möglichst vor weiterem Schaden und in die inhaltliche Leere laufenden Amokavancen zu bewahren.

Es besteht mittendrin ein wenig die Gefahr, die Freude am Übersinnlichen als einfachen Weg des Autoren für temporär brenzlige Probelmstellungen abzutun. Das passiert zum Beispiel dann, wenn die Protagonistin in die Enge getrieben wird und nur dadurch entkommen kann, dass sie auf einmal unsichtbar wird. Unsichtbar hilft immer, klar. Damit kann man allem und jedem leicht entkommen. Wie uninspiriert. So denkt man sich das zumindest. Es empfiehlt sich aber, ruhig ein wenig weiter durchzuhalten. Denn die Auflösung ist zum Glück eben doch nicht ganz so trivial gestrickt.

Damit versteht es der Text, einen beim Lesen zu halten und die Seiten munter umzublättern. Handwerklich liegt hier auch souveräne Arbeit vor. Beim Thema des oben erwähnten Podcasts, den der Autor mit betreibt, ist das aber auch kein Wunder. Das kann man da ruhig so erwarten.

Summa summarum: Passt schon. Für Freunde des Spannungsromans mit übersinnlichen Elementen ist das hier somit eine Empfehlung.