Sonntagslinks

So schön wie Paulus Müller hat sich lange niemand mehr über das Echauffieren echauffiert. Und jetzt lassen wir alle mal ganz entspannt die anderen auf dem Radweg falsch parken. Wenigstens eine Woche lang.

Was hält die nachwachsende Autorengeneration eigentlich davon, so wundervoll über einen Kamm geschert zu werden? Gar nicht so viel, wie überraschend.

Vor kurzem war Buchmesse und natürlich gab’s eine dazu passende Debatte über das Buchbloggen. Wie sollte es anders sein? Simone von Papiergeflüster stellt zum Thema recht griffig fest: »Ich bin kein Buchblogger, aber ich blogge über Bücher.«

Einer der Gründe, warum es reichlich absurd ist, dass manche Menschen im Literaturgeschäft offenbar Angst vor der Digitalisierung haben, wird sehr schön Virtualienmarkt des Perlentauchers dargelegt: Die Welt der Bücher ist selbst aus einem technologischen Umbruch hervorgegangen, hat dabei vieles auf den Kopf gestellt. Scheint also doch etwas Gutes dran zu sein, an so einem Wandel. Oder?

In der Social-Media-Welt wird mal wieder eine Kuh durch das Dorf getrieben, Refind heißt sie. Toll verlinkte Texte möchte sie präsentieren, einem die Auswahl des zu Lesenden erleichtern. Aber was passiert wirklich? Das Teil spült noch mehr Müll auf den eigenen Radar, als dort eh schon rumliegt. Kiki hat es mal recht treffend in Worte gefasst.

Immerhin bleibt ab und an trotzdem ein Link hängen. Über das Insektensterben zum Beispiel. Und was so banal klingt, ist letztendlich ein wundervoll komplexes Thema, bei niemand irgendwas mit exakter Sicherheit weiß. Aber schöne Theorien gibt es. Bei aller Dramaturgie der eigentlichen Sache ist das irgendwie auch wieder beruhigend.

Schließen wir mit etwas Kunst. Deren Schönheit liegt bekanntermaßen im Auge des Betrachters. Oder sogar in den Betrachtern. Bei MC Winkel gibt es ein paar wundervolle Beispiele zur Veranschaulichung.