Sonntagslinks

Okay, dieser Life in a Day Film über den Western States 100-Meilen-Ultramarathon-Lauf ist in etwa eine Stunde lang. Das ist mehr, als hier normalerweise so verlinkt wird. Ultra halt. Und recht inspirierend, versteht sich. Der Film ist übrigens eine Empfehlung aus Folge 96 des FatboysRun-Podcasts. Den ich so ganz nebenbei für den gelegentlichen Marsch über die heimische Laufstrecke auch empfehlen kann.

Ebenfalls ein wenig Ultra ist Auch ein Land der Dichterinnen und Denkerinnen, ein sportlich umfangreicher Beitrag von Katharina Herrmann bei 54books.de. Es geht – der Titel lässt es vermuten – um Frauen im Literaturbetrieb. Und während auf der einen Seite diese Frage nach dem Zählen der Quoten durchaus etwas müßig erscheint, ist dieser Text lesenswert. Auch wenn die Autorin darin diverse Listen, diverse Kanons durchzählt. Das aber mit Belegen und auf ihre sehr eigene, sehr unterhaltsame Art bloßstellend, in den (primär historischen, aber auch pädagogischen) Kontext rückend und damit letztlich auch anprangernd. Einige der Weltanschauungen, die sie dabei ausgräbt, irritieren heutzutage doch sehr. Und das bei einem nur relativ kurzen Blick zurück. Was wiederum hoffen lässt. Der Texte wegen. Geschenkt, welches Geschlecht beim Schreiben dabei war. Auch wenn wir den Weltfrieden bekanntermaßen noch nicht erreicht haben und weiterhin ein paar alberne Grabenkämpfe aufrecht halten.

Wer eine etwas prägnantere Beschreibung des Problems sucht, wird beim Deutschlandfunk fündig.

Und wer sich fragt, ob wir keine anderen Sorgen haben, als Literatur aus Sicht der Geschlechterrollen zu betrachen, sei beruhigt: Doch, haben wir. Wenn es um die rein physische Bewahrung historischer Bücher geht, zum Beispiel.

Wie heißt es so schön? Es ist kompliziert. Wohl wahr.