Mit dem Eisbrecher auf der Hanse Sail

Nach der Marathonnacht ist vor der Hanse Sail. Das im letzten Jahr so. Und das gilt auch in diesem.

Wer sagt aber eigentlich, dass man auf so einer Veranstaltung nur mit Segelbooten zu tun hat? Dem ist nämlich gar nicht so. Dampfende Eisbrecher gibt es ebenfalls. Die Hamburger Stettin zum Beispiel. Das ist ein gut 85 Jahre altes Stück Eisen, welches recht imposant durch ein paar Ostseehäfen schippert, um neugierigen Touristen zu zeigen, was man beim Verheizen von einer Tonne Kohle pro Stunde so alles bewegen kann.

Das ist durchaus eine Menge. Auch wenn wir hier selten eine meterdicke Eisschicht im Hafen haben, welche es zu brechen gilt, merkt man auf so einer Tour, wie ehrliche Arbeit auf See so aussehen kann. Während einem an Deck der Wind um die Ohren pustet, dröhnt einen im Maschinenraum die Technik zu und heizt dabei auch ordentlich ein. Erklärt wird alles von ehrenamtlichen Fans des Dampfers, die auf der einen Seite mit voller Begeisterung bei der Sache sind und auf der anderen Seite einen nordisch trockenen Charme an den Tag legen. Das gefällt schon sehr.

Ob an diesem Boot auch die Dampftröten gefallen, verrate ich übrigens in einem kurzen Statement für die Norddeutschen Neuesten Nachrichten, welche einen Filmbericht über die Ausfahrt erstellt haben. Das gleiche Blatt verrät auch, dass so ein Boot zwar mit schwimmenden Eis klar kommt, an finnischen Fähren aber durchaus scheitern kann. Hoffen wir mal auf gute Besserung und dass sich das Loch im Boot schnell wieder stopfen lässt.