Sonntagslinks

Wie ist das eigentlich mit der Fantasy-Literatur? Bekommt sie die ihr angemessene Wertschätzung und Öffentlichkeit? Nun, gemäß obiger Dokumentation über den Sinn, den Wert und die Wahrnehmung von Phantastik in der Literatur eher nicht. Die Aussagen darin werden natürlich kritisch aufgefasst, Marcus Johanus stört sich zum Beispiel am Duktus. Das ist gut, also nicht der Duktus und das sich-daran-Stoßen, sondern der Umstand, dass wir es diskutieren. Das haben wir übrigens mit einer der Expertinnen, welche in der Dokumentation zu Wort kommen getan. Im Podcast des Hauses war das. Aber wir wollen es hier mit der Selbstreferenzialität jetzt auch nicht übertreiben.

Obwohl wir feststellen können: Am letzten Sonntag war hier alles viel zu tagespolitisch. Ich bitte das sehr zu entschuldigen. Damit die Stimmung wieder stimmt, gucken wir jetzt lieber etwas auf die reale Arbeit. Auf coole Arbeit. Für 23-jährige. Oder so.

Wer hat eigentlich zuletzt darüber schwadroniert, dass das Internet ja nie vergisst? Nun, das macht es natürlich durchaus. Sehr viel sogar. Zum Beispiel durch Webseiten, die ihre Dienste einstellen (vielleicht, in diesem Fall).

In der New York Times gibt es einen Text darüber, wie wir Kindern das Lesen nahe bringen können. Es sind sehr naheliegende Ratschläge darunter – wie ein interessiertes Vorlesen zum Beispiel – aber auch ganz konkrete Tipps zur Textauswahl in verschiedenen Altersstufen. Das ist durchaus interessant und anregend, trotz der konkreten englischsprachigen Beispiele.

Michael Meisheit ist Autor, er schreibt für die Lindenstraße, aber auch Romane, die er selbst veröffentlicht. In einem Freitag-Interview fasst er den momentanen Stand der Diskussion über die Daseinsberechtigung unterschiedlicher Arten des Publizierens mit einem sehr schönen Satz zusammen: »Ich habe da keine Berührungsängste, wenn es gut gemachte Sachen sind.«

Wenig Berührungsängste empfehlen sich auch bei der Studienwahl. Sei es die eigene oder die der eigenen Kinder. Denn in den meisten Fällen ist diese reichlich nebensächlich, stellt auch die SZ mal wieder fest. Das ist gut so. Man kann’s ja gar nicht oft genug betonen. Leute, die mit ihrem Studienzeugnis vor sich her wedeln, um zu zeigen, was sie alles können oder gerade nicht, gibt’s schon viel zu viel. Die Welt dreht sich weiter, sogar die Arbeitswelt. Fortwährend.

Womit wir leicht pathetisch diese Woche hier beschließen.