Sonntagslinks

Moritz Netenjakob präsentiert: Hänsel und Gretel, erzählt von einem Fußballreporter. So wird dieser Sport glatt doch noch sympathisch.

Die Arbeitswelten ändern sich derzeit recht massiv. Die Sache mit der allgegenwärtigen Automatisierung kommt jetzt richtig in Schwung. Wir sehen es zum Beispiel an den immer ernster werdenden Debatten um das bedingungslose Grundeinkommen. Und in der ZEIT können wir nachlesen: Deutsche Erwerbstätige arbeiten immer mehr. Verrückte Welt.

In der NZZ lesen wir ein Lob der Melancholie, begründet mit einem Blick in ein paar Textklassiker. Es ist also ein Blick zurück für einen positiven Blick nach vorn. Das ist doch mal was.

Was ebenfalls die Melancholie vertreibt: ein Strandspaziergang. Und ehe hier jetzt jemand traurig wird, weil am Strand vielleicht keine Bernsteinmassen herumliegen: Das macht doch nichts, Glasscherben sind auch ganz toll. Tja.

Einen recht schönen Beitrag zur ansonsten mittlerweile recht öde gewordenen Debatte um Print- vs. E-Books liefert der Guardian. Und lässt dabei mal ganz bewusst die schönen Taschenbücher außen vor. Kann man machen, klar.

IT-Sicherheit kann übrigens auch unterhaltsam sein, wer hätte das gedacht. Oft geht es bei ihr ja um Fehler oder absichtlich eingebaute Hintertüren in Software. Die Unterhaltung kommt jetzt, wenn so eine Hintertür ausgerechnet in einer Schadsoftware eingebaut wird und sie jemand durch rein zufälliges Registrieren einer Domain aktiviert. Zack, richtet die Schadsoftware ihren Schaden nicht mehr an. Das hat Klasse, das hat Stil. Das ist hochgradig unterhaltsam.

Ob das auch für die Fidget Spinners gilt, ist wohl eine gute Frage. Die FAZ meint, dass die kleinen Drehteile super sind, vor allem in Klassenzimmern. Es scheint eine Art Sport geworden zu sein.

Definitiv Sport ist es, die 73 Kilometer des Transvulcania auf La Palma zu laufen. Trailgrip-Bert hat das mal gemacht und man gewinnt schon beim Lesen Respekt. Obendrein zeigt das mal, dass diese Stöcker beim Laufen tatsächlich nützlich und nicht nur dekorative Marketingware sein können.

Um das bei dieser Gelegenheit mal klar zu stellen: Die Sache mit dem Sport ist eine viel entspanntere, als so manche Verlinkerei es vielleicht vermuten lässt. Unsereins bricht schon bei deutlich kleineren Distanzen als der obigen ein. Das macht aber nichts. Muss halt alles jeweils zu einem selbst passen. Bei diesem Thema sind wir tatsächlich alle mal Individuen, man mag’s kaum glauben. Anke Gröner hat das kürzlich sehr elegant mit Worten bebildert.

Darauf und auf den Rest dieses feinen Sonntags könnte man ruhig mal anstoßen. Wie wäre es mit einem Kessler-Sekt? Die alte Traditionsmarke war zwar zwischenzeitlich verschwunden, ist jedoch wieder auferstanden. Dann mal auf gute Zeiten!