Sonntagslinks

Meditativer wird es heute nicht als bei der Wisdom of Cows.

Für manche ist der Schritt von den Kühen bis zum Essen nur ein kleiner. Ein deutlich größerer ist jener zu den sogenannten Superfoods. In der taz gibt es eine kleine Bewertung eben dieser, bei der nicht nur die Überschrift sehr großartig ist.

An Theorien und Bestätigungen darüber, dass unser liebgewordener Hang zur ständigen Ablenkung und Oberflächlichkeit letztlich auch nur genau diese Oberflächlichkeit hervorbringt, mangelt es derzeit nicht. Aktuell leistet die ZEIT wieder ihren Beitrag. Sehr schön ist darin zum Beispiel das Zitat von Simone Menne – ihreszeichens Finanzchefin eines Pharmakonzerns – darüber, dass das Formulieren und Aufschreiben zusammenhängender Sätze die zugrunde liegenden Argumente und Abhängigkeiten klarer macht. Nun, wenn wir das schon als eine Erkenntnis akzeptieren, dann scheint die Lage wirklich ernst zu sein.

Vielleicht sollten wir alle einfach nur mehr machen. Also nicht nur über das Machen schwadronieren, sondern wirklich und tatsächlich einfach mal tun. Denn zwischen dem Theoretisieren über etwas und dem Tun eben dessen besteht ein erheblicher Unterschied. Welten liegen gar dazwischen, meint die NZZ am Beispiel der praktisch zelebrierten Empathie.

In der ZEIT lesen wir hingegen, dass vor dem Tun erst einmal das Nachdenken über den eigenen Charakter stehen sollte. Es ist mal wieder kompliziert.

Dann doch lieber wieder zurück zur NZZ. Dort gibt es einen Kommentar dazu, dass die Abschaffung der Buchpreisbindung keineswegs automatisch in den kulturellen Abgrund führen muss. Nicht einmal mehr diese Binsenweisheit hält noch. Wie gesagt: Es ist wohl tatsächlich kompliziert alles.

Jetzt am Wochenende stand diese Breaking 2-Aktion von Nike an, bei der sie drei Läufer in Monza an den Start schickten, um die Marathondistanz in weniger als zwei Stunden zu absolvieren. Eine ganz nette Polemik dazu bietet Herbert Steffny, der alte Haudegen. Ganz geklappt hat das Vorhaben übrigens nicht. Aber Respekt kann man ruhig trotzdem mal haben. Dieser Tweet bringt es sehr schön auf den Punkt:

Apropos Tweet: Wie ist das eigentlich mit dem Ausschalten, also dem von technischen Geräten? Peter Glaser fordert es als bedeutendes Menschenrecht ein.

Besser können wir heute gar nicht enden.