Sonntagslinks

Harald Lesch hatten wir hier schon einmal als Erklärbär. Er kann das wirklich gut. Auch zum Thema Atommüll.

Thematisch passend stellen wir fest: Im Wald mit der örtlichen Laufstrecke steht eine Halle mit lauter Kisten voller Geschenke. Unerwünschter. Vielleicht sollte ich mal die Daten meiner Laufuhr auswerten, ob ich in dem Bereich immer etwas schneller bin als gewöhnlich. Das wäre ja wenigstens etwas.

Es ist ein wenig tröstlich, dass an anderen Teilen der örtlichen Laufstrecken erfreulichere Neuigkeiten die Runde machen: Am Fuße des kleinen Turmbergs hier vor der Haustür kann man sich jetzt zum Beispiel ein Ticket ziehen, um oben angekommen, die Zeit des Bergsprints erfassen zu lassen. Das ist doch mal eine ganz großartige Idee. Wird glatt ausprobiert.

Ebenfalls sehr Großartiges berichtet der Buchreport: Erfolgreiche Verlage werden häufig von Frauen geführt. Tja, die Damen lesen nicht nur mehr als unsereins, sie haben auch noch die Sache mit den Zahlen im Griff. Wen überrascht das jetzt eigentlich?

Gucken wir auf uns selbst. Also nicht auf Männer, sondern uns selbst. Das Selfie also. Es dient doch dem Narzisten, oder? Mitnichten, verrät Maria Männig in der Pop-Zeitschrift. Und es ist nicht nur argumentativ chic, sondern auch sprachlich so gestaltet, dass man es mit Freude liest. Was will man mehr? (Hoffentlich kein Selfie beim Lesen dieses Textes machen. Aber den Gedanken führen wir jetzt lieber nicht bis zum bitteren Ende fort.)

Tja, das Selbst. Es ist zum Beispiel quasi die ganze Woche auf verschiedenen Baustellen unterwegs, Teile davon betreffen das eine oder andere Ehrenamt. So sagt es zumindest die Selbstwahrnehmung. Kann aber alles gar nicht sein, das Ehrenamt ist schließlich quasi vom Aussterben bedroht. Wollen wir mal hoffen, dass derlei Nachrichten nicht zu oft kommen. Nicht, dass sie noch zu selbsterfüllenden Prophezeiungen werden. Was würde nur aus uns werden? Wir wären doch gar nicht mehr wir selbst. Oder so.