Sonntagslinks

David Nathan und Simon Jäger lesen den Chilitester. Und es ist sehr großartig. Zum Nachahmen kann ich das jedoch trotzdem nur bedingt empfehlen. Also nicht das mit dem Lesen sondern eher das mit dem Chilitesten. Gerade kürzlich erst habe ich zum Beispiel eine neue Sorte Chilisauce geöffnet und in homöopatischer Dosis der Grillsauce beigegeben. Auf dem Flakon mit der Chilisauce steht nicht nur etwas von Scoville, sondern von recht vielen davon. Und ich habe nach einer ersten Geschmacksprobe tatsächlich beschlossen was auch im Video oben zu hören ist: Schließt das Zeug vor den Kindern weg! (Und für die Kenner unter uns: Wir reden von der »Mad Dog 357 Silver Collector’s Edition Hot Sauce«.)

Wem man übrigens auch mal etwas wegnehmen könnte: So einigen Leuten im Osten unseres Landes. Und zwar etwas von ihrer Stigmatisierung. Es sind nämlich gar nicht alles rechtsradikale Ignoranten mit vollständig abgestorbenen Hirnzellen. Was für eine Überraschung. Wer hätte das gedacht? Sondern es sind vielfach schlicht Menschen, die ihre eigenen Belange auch selbst in die Hand nehmen. Im positiven Sinne.

Wenn wir schon mal bei positiven Dingen sind: Die Welt wird immer produktiver. Oder auch nicht. Denn auch beim Betrachten der Produktiviät gilt der eiserne Grundsatz: Es kommt drauf an! Big surprise.

Ebenfalls positiv: Es gibt im heimischen Buchhandel noch Mitspieler, die besseres zu tun haben, als ganz schlicht Amazon zu verteufeln. Ganz im Gegenteil gucken sie z.B. viel lieber, was der werte Konkurrent eigentlich richtig macht und was sich davon sinnvoll adaptieren lässt. Aktueller Vertreter dieses lobenswerten Lagers: Christian Riethmüller, Chef des auch ansonsten durchaus sympathischen Ladens Osiander.

Ein verlässlicher Garant für wundervolle Nachrichten aus dem Leben ist unsere ehrenwerte Frau Ziefle. Aktuell hat sie einen Beitrag zur allgemeinen Vereinbarkeitsdebatte geleistet, sowohl in ihrem eigenen Blog, als auch in der Brigitte. Dabei fordert sie gar nicht mal unmögliches, sondern vielmehr ein gesundes Maß an Normalität beim Elternsein. Schaffbar, oder?

Ein solider Teil der Vereinbarkeitsdebatte dreht sich natürlich um das Geld. Wie soll es auch anders sein. Dabei schadet es gerade in der Debatte jedoch selten, mal aus verschiedenen Richtungen auf das Problem zu gucken. Denn was ist zum Beispiel Reichtum? Die pure Zahl auf den diversen Konten, welche über die Existenzsicherung hinaus geht? Die Freunde der Triodos-Bank haben dazu mal einen Stammesältesten aus Grönland befragt. Interessant.

Ein Aspekt, der durchaus unter Reichtum fallen könnte, ist das Erleben von Kultur. Und das scheint gar nicht so einfach zu sein. Wohl die Hälfte aller Menschen in unserem kleinwestlichen Umfeld macht es, die andere Hälfte offenbar nicht. Und der Grundstein dafür wird früh gelegt. Eigentlich klar, oder?

Möglicherweise ist aber auch diese Frage des Zugangs nicht ganz so einfach zu sehen. Es ist ja immer kompliziert. Doch zum Glück kommen auch heute immer wieder viele auf immer neue Ideen des Umgangs mit allem Kulturellen. Mit Büchern zum Beispiel. Als Booktuber.

Alles wird gut.