Aus dem Regal: Der Pfau von Isabel Bogdan

Isabel Bogdan: Der Pfau Das hat ja jetzt eine Weile gedauert. Aber ich habe dann doch tatsächlich das Buch zur Lesung im Vorort gelesen. Das war auch gar nicht schlimm. Es gibt gar keinen Grund, warum das so lange gedauert hat. Außer natürlich, dass ich so furchtbar langsam lese. Schlimm ist das.

Gar nicht schlimm ist hingegen das Buch. Ganz im Gegenteil sogar. Man muss es Isa wirklich lassen: Das mit den Wörtern, das hat sie im Griff. Vielleicht ist es der Spaß mit den Übersetzungen, welche sie sonst immer macht. Vielleicht ist es auch einfach nur Talent. Vielleicht ist sie auch ganz unglaublich fleißig. Vielleicht hat auch ein wenig die passende Unterstützung des Verlags mitgeholfen. Wer weiß das schon? Und: Wen interessiert das schon? Wichtig ist, was hinten raus kommt. Oder so. Und das Ergebnis stimmt.

Diese Geschichte einer schrulligen Gruppe von Investmentbankern, welche für ihren Teamevent von London in ein einsames Schottisches Tal ziehen, dort auf ganz wundervolle Gastgeber treffen, und eine Reihe von recht drolligen Zufällen erleben und verursachen, diese Geschichte ist wirklich wundervoll. Das liegt übrigens gar nicht mal am titelgebenden Pfau. Der ist nämlich relativ schnell tot. Das hält ihn aber nicht davon ab, trotzdem laufend im Mittelpunkt zu stehen. Irgendjemand macht laufend irgendwas, das irgendwie mit dem Pfau zu tun hat. Und dabei machen sich alle gegenseitig etwas vor. Der einzige, der wirklich durchsteigt und den Überblick behält, ist man selbst als Leser. Das ist wirklich nett von der Autorin. Da muss man ja auch mal dankbar sein.

Wie überhaupt für dieses Buch. Ich kann es sehr empfehlen. Und obwohl es eher im Winter spielt, ist es auch ein ganz famoses Buch für den Sommerurlaub. Das kann man problemlos auch am Strand lesen. Nur zu.