Sonntagslinks

You gonna be fine. So einfach kann’s sein. Aber hier geht es nicht nur um die kitschig motivierende Botschaft. Es geht auch um die Art der Darstellung. Dieser pure, offenbar ungeschnittene Vortragsstil wirkt ehrlich, gekonnt, gut vorbereitet, sauber umgesetzt, ohne Firlefanz und genau dadurch letztlich beeindruckend und inspirierend. Formal korrekt, um inhaltlich frei zu werden – hier stimmt beides.

Sehr interessant: Intelligent(er)e Frauen wirken offenbar auf viele von uns Männern unattraktiv. Noch interessanter: Wer will die Meinung von diesen Männern schon hören? Eben. Problem gelöst.

Für den eigenen Hipster-Level empfiehlt es sich übrigens, jahreszeitlich angemessen kalten Kaffee zu trinken. Das muss auch gar nicht schlimm sein. Bei den Krautreportern gibt es ein nachvollziehbar einfaches Rezept dafür. Besondere Gerätschaften braucht es dafür nicht, dummerweise jedoch 12 bis 24 Zeit zum Ziehen. Wie heißt es so schön? Irgendwas ist wirklich immer.

Das mit den Experimenten in Schulen, es ist immer so eine Sache. Da wird viel auf dem Rücken jener ausgetragen, die nun wirklich nicht als Versuchskaninchen taugen: unsere Kinder; oder besser: unsere Schüler. Trotzdem scheint manches sinnvoll. Das Umgestalten einer Schule in Not, zB. durch Waldorfelemente. Genau das ist gerade in Hamburg mit den Worten Künstlerischer Unterricht ist eben kein beliebiges Add-on gescheitert. Komisch, dass noch niemand laut »War ja eh klar« geklugscheißert hat.

Vielleicht fehlt in solchen Situationen schlicht ein wenig Gefühl für die jeweils anderen? Wir nennen es auch Empathie. Und davon sollte es doch eigentlich genug geben, denn entgegen landläufiger Meinung ist unser Vermögen für Empathie keineswegs sonderlich begrenzt. Vielmehr entscheiden wir über unsere Bereitschaft zur Empathie durchaus noch selbst. Beruhigend, irgendwie.

Statt Empathie geht aber vielleicht auch etwas Voyerismus. Zum Beispiel, wenn man anderen beim Schreiben eines Romans zugucken kann. Bei Fabian Neidhardt geht das. Er protokolliert sein aktuelles Romanprojekt. Da kann man ja mal zugucken.