Sonntagslinks

It’s Just Running. Wenn auch über 72 Kilometer. Aber man beachte den roten Teppich beim Zieleinlauf. Er scheint nur etwa drei Meter lang zu sein. Aber die Geste ist wirklich sehr, sehr wundervoll.

Was macht man gemeinhin nach dem Laufen? Duschen zum Beispiel. Das ist auch gut so. Der Umwelt zuliebe. Aus recht ähnlichen Gründen sollte man es mit den sonstigen Duschaktivitäten aber vielleicht auch wieder nicht übertreiben. Manch einer gibt’s zum Beispiel ganz auf, was jetzt vielleicht auch ein wenig überregiert ist. Doch wie gesagt: Nach dem Laufen, bitte, da ist es erlaubt.

Ebenso erlaubt ist die Sache mit dem digitalen Lesen. Wirklich wahr, das kann man machen. Nicht nur in Blogs, wie diesem hier, sondern auch auf quasi allen anderen Kanälen. Denn all diese haben mittlerweile jeweils ein elektronisches Pendant erhalten. Und auch, wenn das progressiv erscheinen mag, lesen wir an gleicher Stelle: Noch scheinen die Leser schon weiter zu sein als die Anbieter. Letztere hängen an den alten Strukturen und Darreichungsformen fest, die Leser hingegen würden liebend gern zum jeweils modernen Gegenstück greifen. Tja.

Apropos Lesen: Bei Pia Ziefle gibt es einen recht interessanten Hinweis auf kritisches Lesen. Er stammt von ihren Kindern, welche die Logik bei Harry Potter auseinander nehmen. Das sollte man viel öfter machen. Darum geht’s schließlich beim Lesen: Um den Text, nicht die Darreichungsform.

Ebensowenig geht es um Formen und Regeln beim Schreiben. Sollte es zumindest viel weniger, als es oft noch der Fall ist. So argumentiert der Guardian sehr schön anhand der Kunst des Geschichtenerzählens in Videospielen. Es ist faszinierend, wenn wir nur erst einmal unser Schubladendenken kurz aussetzen.

Tja, wenn.