Fünf Finger machen aus einem halben Marathon gefühlt einen Ganzen

Es ist wieder diese Zeit im Jahr, in der hier in den Südtstaaten die Straßen abgesperrt werden, damit die Fußgänger auch mal freie Bahn haben. Wir nennen das Badenmarathon. Ich erwähnte es im letzten Jahr schon einmal.

Bei einem so kurzen Anreiseweg kann man sich den Spaß ruhig in der Wiederholung gönnen. Ergo habe ich mich erneut angemeldet, bin gelaufen und habe mir eine Medaille abgeholt. Man suche jedoch den Fehler in folgendem Bild:

Startnummer und Medaille

Richtig: Das “M” steht für die gesamte Strecke, die Silbermedaille nur für die Hälfte. Das passt aber trotzdem so. Und es wurde unterwegs auch durchaus angemerkt. Denn wie kürzlich im Kommentar zum Volkslauf erwähnt, wird man hier in den Südstaaten tatsächlich immer von jemandem angesprochen. Es ist ein kommunikatives Volk. Ist es nicht wunderschön? Man bekommt zum Beispiel das hier zu hören:

“Guck mal, der läuft barfuß. Coole Sau!”

Das bezieht sich auf meinen heutigen Dresscode, der unter anderem das hier beinhaltet:

FiveFingers an den Füßen

Allein der obige Kommentar zum Schuhwerk ist die ganze Aktion doch wert. Aber eines sei verraten: Die Dinger strengen wirklich an. Vor allem in den Bereichen, die der klassische Läufermeinungshaber latent unterschätzt. So habe ich ganz absichtlich meinen Waden die Entscheidung überlassen, ob sie zur Halbzeit lieber heraus ins Ziel oder doch weiter auf die ganze Strecke möchten. Sie haben sich für das Zwischenziel entschieden. Schlaue Muskeln. Jetzt mache ich mit den Schuhen trotzdem erstmal das hier:

FiveFingers am Nagel

Ich hänge sie an den Nagel. Deswegen ist natürlich noch lange nicht Schluss mit dem Training, keine Frage. Aber Abwechslung sorgt für Unterhaltung. Also ist jetzt ein anderer Teil der Ausrüstung für den Spaß zuständig. Das sieht ab sofort so aus:

Helm mit Stirnlampe

Warten wir doch mal ab, wofür das vielleicht nützlich sein könnte.